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Jun 04

Limit – Live – Frank Schätzing – Hannover 08.03.10

In meinem „alten“ Blog waren diese Bilder und der Bericht natürlich schon längst online. März ist ja schon eine Weile her 😉
Nun habe ich es endlich geschafft, es auch hier herüber zu holen.
Viel Spaß!

Da Hannover ja nicht die erste Station der Limit-Lesereise war, hatte man ja schon hier und da mal gelesen, dass einen hier keine Lesung im eigentlichen Sinne erwartete, sondern dass die „Limit“-Lesung viel mehr eine richtig Show sein würde.
Entsprechend gespannt trafen wir eine gute halbe Stunde vor Beginn am Theater am Aegi in Hannover ein, wo sich bereits eine beachtliche Menschenmenge angesammelt hatte, draußen und drinnen erst recht.


Im Foyer ging es bereits hoch her. Überall standen und liefen Leute herum, das Fernsehen (RTL) war ebenfalls da, an einem großen und umlagerten Verkaufsstand konnte man Bücher und Hörbücher von Frank Schätzing kaufen und auf den Tischen und Theken standen Stapel mit Hörproben-CDS von „Limit“, von denen eine natürlich direkt in meinen Rucksack wanderte.
Endlich wurden die Türen zum Theatersaal geöffnet und es begann das übliche Durcheinander, das seltsamerweise immer die Sitzplatzfindung begleitet. Hat man seinen Platz gefunden, ist das ganz lustig anzusehen.

Pünktlich um 20 Uhr ging es dann los. Sinatras „New York, New York“ erklang (mit einer Zeile aus diesem Lied beginnt auch das Buch) und Frank Schätzing trat auf die Bühne. Lässig in Jeans und Shirt gekleidet, in der Hand -obwohl ich das bereits wusste, sträubte sich mir alles- einen e-Book-Reader mit angeklemmter Leselampe, aus dem er den Prolog von „Limit“ vorlas.
Dem folgte eine „Nachrichtensendung“ auf der Leinwand über der Bühne, in der über den Weltraumfahrstuhl, Helium-3 und dem im Prolog geschilderten Unfall berichtet wurde, u.a. in Zwiesprache mit zwei Astronauten. Schön gemacht, man hätte glatt glauben können, es sei eine echte Nachrichtensendung.
Anschließend kehrte Frank Schätzing zurück auf die Bühne und es folgte das, was mancher an seiner Lesung bemängelt. Denn er las nicht weiter vor, sondern nahm sich das Thema Zukunft vor. Wieso „Limit“ in 2025 spielt, wie Vorstellungen von der Zukunft entstehen und wie realistisch diese sind. Ja, es erinnerte manchmal schon an eine Vorlesung, aber immerhin an eine sehr unterhaltsame Vorlesung, in der es viel zu lachen gab, und mit einem ausgesprochen sympathischen Professor. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen, denn es lockerte nach dem „seriösen“ Nachrichtenbericht einfach auf. Außerdem mag ich Schätzings manchmal schon sehr bösen Humor sehr.

Dann hatte Schätzings Held Owen seinen Auftritt: auf der Leinwand erschien Jan Josef Liefers, der sich erst mal bei Schätzing beschwerte, dass dieser ihn eingeladen hätte, aber nichts vorbereitet sei. Auch diese Unterhaltung war wieder für manchen Lacher gut.
Kurz darauf gesellte sich Milena Karas zu Owen, die sich als Yoyo entpuppte, ebenfalls ein Charakter aus dem Buch.
Ein weiterer bissiger Dialog zwischen dem „Vater“ und seinen recht störrischen „Kindern“ folgte. Anschließend beschlossen die Drei, die nächste Szene aus „Limit“ gemeinsam zu lesen.

Für mich war das der schönste Teil der Lesung, weil es so herrlich lebendig klang. Wie eigentlich während der ganzen Show war auch hier wieder Musik im Hintergrund zu hören und Jan Josef Liefers und Milena Karas lasen ihren Part wirklich klasse. Frank Schätzing übernahm derweil den Part des Erzählers und konnte sich dabei auch hören lassen.
Ein Auszug aus „Limit“ mit Musik, verschiedenen Sprechern, fast wie ein kleines Hörspiel. Das freut doch!

Die Show dauerte gut zwei Stunden und am Ende kündigte Frank Schätzing an, dass man sich im Anschluss natürlich seine Bücher signieren lassen könne.
Also schoben wir uns aus dem Saal, wo bereits wieder RTL unterwegs war und willkürlich Leute ansprach und nach ihrer Meinung zur Lesung befragten. Hier konnte man ebenso Aussagen hören wie „Hat mir sehr gut gefallen, mal eine ganz andere Art Lesung.“, aber auch Meinungen in Richtung „Nein, hat mir nicht gefallen. Ich hatte es mir anders vorgestellt, das ist doch keine Lesung mehr„. Letzteres fand ich bemerkenswert, denn das Alter der Besucher lag hauptsächlich zwischen 20 und 50 Jahren. Internet hat doch mittlerweile fast jeder und wenn nicht, dann gibt es Zeitungen. Da konnte man doch in letzter Zeit manches über die „Limit“-Lesungen erfahren. Wer geht denn dann noch mit der Erwartung dahin, Schätzing beschränke sich darauf, drei oder vier Kapitel schlicht vorzulesen?!

Als sich das größte Gedränge zu den Türen hinaus gelegt hatte, machten wir uns auf die Suche nach der Ecke, in der Frank Schätzing signieren würde. Die fand sich recht schnell, da war der Weg ans Ende der Schlange schon deutlich länger. Erst ging es nur schrittweise voran, aber als sich das Gedränge am Ausgang gelegt hatte, ging es schneller.
Immerhin hatte ich reichlich Zeit, mir irgendwas zu überlegen, was ich sagen wollte, wenn ich mein Buch abgeben würde.
Typisch für mich fiel mir erst etwas ein als ich nur noch vier Leute vor mir hatte und es langsam eng wurde für einen guten Einfall…

Und so erfuhr ich nach dem Buchabgeben und dem üblichen  „Für Sandra, bitte.“, dass es tatsächlich ein Hörspiel zu „Limit“ geben wird, angedacht für das zweite Halbjahr 2010. Nachdem mir der Teil der Lesung mit Schätzing, Liefers und Karas so gut gefallen hatte, war das eine sehr erfreuliche Auskunft. Ich weiß gar nicht, ob ich mir da erst noch das Hörbuch zulegen soll…?

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