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Sep 11

„Garou – Ein „Schaf-Thriller“ – Lesung 08.09.10 – Bielefeld

Am 08.09.10 fand in der Thalia-Filiale Oberntorwall in Bielefeld eine Lesung mit Leonie Swann statt, die dort aus ihrem neuen Roman “Garou” -dem Nachfolger des bekannten “Glennkill”- las.

Die Lesung begann um 20:30 Uhr, aber als ich so gegen 19:50 Uhr am Thalia ankam, war dort schon einiges los.
Die Karte vorgezeigt, das mitgebrachte Buch “angemeldet” und dann nichts wie raus aus dem fies kalten Nieselregen und hinein in die wohlig warme Buchhandlung. Wo könnte es gemütlicher sein?


Ich fand noch einen freien Platz gleich in der zweiten Reihe und richtete mich dort häuslich ein und beobachtete die übrigen Besucher. Nach und nach füllten sich die Stuhlreihen.

Ich kann so etwas schlecht einschätzen, daher weiß ich nicht so recht, wie viele Besucher die Lesung hatte. Aber die Plätze waren schließlich fast alle belegt und ich tippe mal auf knapp vor 100 Zuschauern. Wer es genauer weiß, darf mich gerne korrigieren ;)

Pünktlich um 20:30 Uhr kündigte eine der Thalia-Mitarbeiterinnen die Lesung an. Im Hintergrund sieht man bereits Leonie Swann, die schon mal auf dem Podest Platz genommen und vor Beginn der Lesung erst mal mit der (Mikrofon)technik zu “kämpfen” hatte.

Doch schließlich war alles richtig eingestellt und die Lesung konnte beginnen. Leonie Swann las als erstes den Prolog und das erste Kapitel von “Garou” vor. Und ganz gleich, ob die Leute im Publikum das Buch bereits kannten oder auch nicht, ich hatte den Eindruck, dass die gesamte Besucher-”Herde” ihrer vorlesenden “Schäferin” gespannt und mit Vergnügen lauschten. Ich fand es übrigens sehr schön, wie Leonie Swann las. Sie hat eine angenehme Stimme und die Spannung, die Atmosphäre und den Witz der Geschichte brachte sie sehr gut rüber. Niedlich fand ich, wie sie die Ziegen las, so richtig ein wenig zickig ;)

Damit war die Herde vorgestellt, was bei vielen Zuschauern, die “Glennkill” schon kannten, für einige Wiedererkennen-Lacher sorgte.

Als zweite Szene hatte Leonie Swann die Passage ausgewählt, in der die Schafe die Überquerung der Ziegenweide in Angriff nehmen und sich schließlich von der vorwitzigen Ziege Madouk über den gefährlichen Wald und den Garou aufklären lassen. Eine wichtige, und auch sehr lustige Szene der Geschichte.

Anschließend durften die Zuschauer dann Fragen stellen und erst mal wartete scheinbar jeder, das ein anderer den Anfang machen würde. Schon verblüffend, immerhin waren das alle erwachsene Menschen und niemand vergibt sich mit einer Frage etwas. Aber ich will mich bei den Schüchternen nicht ausnehmen ;) …ein Frosch im Hals klingt über ein Mikro gleich noch mal so schrecklich.

Als das Eis dann gebrochen war, kamen aber immer mehr Fragen und so erfuhr man doch eine ganze Menge um Leonie Swann und ihre Romane “Glennkill” und “Garou”. Beispielsweise erzählte sie, dass sie für ihre Schafs-Romane durchaus recherchiert hat. So hat sie mit Schäfern gesprochen und sich mit dem natürlichen Wesen und Verhalten von Schafen befasst um grobe Fehler zu vermeiden.

Eine weitere Fortsetzung um die detektivisch veranlagte Schafherde hat Leonie nicht ausgeschlossen, doch zunächst möchte sie mal andere Genres “antesten”, eventuell in Richtung Fantasy, da sie dieses Genre sehr mag.
Ich finde es aber schon mal schön zu wissen, dass es mit den Schafen noch mal weitergehen könnte.
Dafür wird wohl gerade an einer Verfilmung von “Glennkill” gearbeitet, als Animations-Film. Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll. Hoffentlich gibt es einen großen Unterschied zu “Shaun, das Schaf”, wenn der “Glennkill”-Film erscheint.

Einige derZuschauer fragten auch, wie Leonie Swann als Autorin “arbeitet” und ich fand es sehr sympathisch zu hören, dass sie sich selbst eigentlich als recht faul bezeichnet. Dass ihr gerne auch mal zig andere Sachen einfallen, die uuunbedingt vor dem Schreiben noch getan werden müssen. Ist das schön, dass auch Menschen wie sie dieses Phänomen kennen. Sie erklärte aber auch, dass sie -einmal mit dem Schreiben angefangen- auch gut durcharbeiten kann.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, gab es die Gelegenheit die mitgebrachten Bücher signieren zu lassen und so hieß erst mal kurz Schlange stehen. Für ein paar kurze Worte war auch beim Signieren noch Zeit.

Hier mein signiertes “Garou”…sehr niedlich mit dem wolligen Schäfchen im Schriftzug :)
Das Hörbuch hatte ich Schaf natürlich zuhause vergessen…genau wie ich das “Augensammler”-Hörbuch bei der Lesung von Sebastian Fitzek vergessen hatte…ich glaube, das wird Tradition so ;)

Gegen 21:45 Uhr endete die Lesung und die Zuschauer machten sich langsam sich auf den Heimweg.
Mir hat die Lesung prima gefallen.
Leonie Swann kam sehr sympathisch und witzig rüber.

“Garou” und “Glennkill” kann ich sowieso nur empfehlen und wer die Gelegenheit hat, eineLesung mit Leonie Swann zu besuchen, der sollte die Gelegenheit auch unbedingt nutzen.

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