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Sep 12

Rezension – Der Clan der Wolfen (Di Toft)

Das hätte Nat sich nicht mal in seinen wildesten Träumen vorstellen können! Sein neuer Hund Woody ist ein Wolfen, ein Gestaltenwandler. Und er braucht Nats Hilfe. Denn er konnte zwar in allerletzter Sekunde einem streng geheimen Forschungsprojekt entkommen, aber seine Verfolger sind ihm längst auf der Spur. Und das sind gefährliche Typen der übelsten Art.

Ich muss ja gestehen, dass ich als erstes nur dem Cover des Buches verfallen war. Der Inhalt klang zwar auch ganz interessant, aber dieser goldige Wolf stand klar im Vordergrund. Hinzu kam dann ja noch meine Vorliebe für Jugendbücher…und schon war dieses Buch Pflicht für mich.
Die Geschichte lässt sich zunächst vornehmlich vergnüglich an, ich habe manches mal grinsen müssen als geschildert wird wie Woody zu Nats Familie kommt und welchen ersten Eindruck er dabei hinterlässt. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Woody eben nicht nur ein arg groß geratener Schäferhund-Mischling ist und von da an wird die Geschichte ausgesprochen spannend und phantasievoll. Wobei man aber schon sehr deutlich spürt, dass sich „Der Clan der Wolfen“ vornehmlich an jugendliche Leser richtet, denn die Handlung verläuft sehr geradlinig und auch wenn es um Woody ein größeres Geheimnis gibt, so wird dieses nur so weit wie nötig ausgereizt und beschrieben.
Mir ist das sehr entgegengekommen, da ich ohnehin kein Fan davon bin, wenn sich um die eigentliche Handlung noch mal eine umfangreiche Hintergrundhandlung rankt, die man sich erst erarbeiten muss um die Story an sich zu verstehen. Innerhalb dieser gut gesetzten Grenzen lässt sich Di Toft aber wahrlich nicht lumpen. Dafür dass sich das Buch an Leser ab 11 Jahren richtet, geht es hier ganz gut zur Sache. Die Werwölfe werden durchaus detailreich und schaurig beschrieben, es wird auch auf Woody geschossen und zum Finale ziehen zwei noch sehr rüstige Rentner bis an die Zähne bewaffnet in den Kampf. Das hat mich schon überrascht, aber eigentlich mag ich es gerne, wenn solche Bücher mal gegen den „Das darf man doch in Kinder- / Jugendbüchern nicht schreiben!“-Strom schwimmen.
Außerdem ist „Der Clan der Wolfen“ trotz allen Grusels und aller Action auch ausgesprochen witzig, so dass solche Szenen schon im nächsten Absatz wieder entschärft werden. Eine gut gelungene Mischung.

Ich habe „Der Clan der Wolfen“ so nach und nach gelesen, immer mal ein oder mehrere Kapitel und dann am nächsten Tag weiter. Die Kapitel sind vergleichsweise lang, aber eben nicht zu lang. Ich kann es mir gut als Lektüre für vor dem Einschlafen vorstellen: jeden Abend ein Kapitel. Dann kommt man täglich ein gutes Stück voran und kann auf den nächsten Abend gespannt sein. Dafür würde sich „Der Clan der Wolfen“ gut eignen (vorausgesetzt die jungen Leser kommen mit der erwähnten Action und dem Gruselfaktor klar).  Zudem ist es recht groß gedruckt, so dass der Text nie zu massiv wirkt und die lustigen Pfotentapsen über die erste Seite eines jeden Kapitels lockern ebenfalls auf.

Wie gesagt war es das Cover, was mich sofort begeistert hat. Allerdings hatte ich nur immer Bilder davon gesehen, so wie oben in diesem Eintrag. Daher war ich sehr verblüfft als ich das Buch dann in den Händen hielt.  Denn der Coverteil mit dem Wolfsgesicht ist ein Wackelbild. Je nachdem wie man das Buch kippt, sieht man entweder den Wolf oder Woody in seiner Menschengestalt. Ein tolles Gimmick, womit das Buch im Laden sicher auffällt.

Fazit:   Mir hat „Der Clan der Wolfen“ ein paar spannende und amüsante Lesestunden beschert. Für junge Fantasy-Fans, die in Sachen Grusel schon etwas trainiert sind, lohnt es sich ganz sicher.

Vielen Dank an Chicken House für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel:  Der Clan der Wolfen
Autor: Di Toft
Seiten:  352
Verlag: Chicken House Verlag
ISBN: 978-3551520098
Preis:  € 13,95 (HC)

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