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Okt 12

Rezension – Wings – Der mysteriöse Mr. Spines (Jason Lethcoe)

Edward, gerade mal 14 Jahre alt, gilt als Sonderling: Er stottert, ist eine fast 2 m lange »Bohnenstange«, baut am liebsten Kartenhäuser und dann ist da diese merkwürdige Stelle auf seinem Rücken, die juckt und juckt bis ihm eines Tages schwarze Flügel wachsen! Von diesem Moment an ist nichts mehr wie es einmal war. Auf der Flucht vor Whiplash Scruggs, der es auf seine Flügel abgesehen hat, bekommt Edward unerwartet Unterstützung von dem mysteriösen Mr. Spines. Mit ihm taucht er ein in eine unbekannte Welt: die Welt nach dem Tod, die von einem abgrundtief bösen Geschöpf beherrscht wird.

Auch bei diesem Buch war es wie so oft bei mir das wunderschöne Cover, das mich sofort angesprochen und neugierig gemacht hat. Die Geschichte hat dann auch sehr gut gehalten, was das Cover versprach. Es ist natürlich ein Kinder- bzw Jugendbuch und die Altersempfehlung ab 10 Jahren merkt man der Geschichte auch zu jedem Moment an. Das ist allerdings für mich ein klarer Pluspunkt. Denn das Thema Engel strebt ja einen ebenso großen Hype an wie die Vampire, und so hat es mir sehr gefallen, das „Wings“ zwar auch das Engels-Thema aufgreift, es aber durch die kindgerechte Ausarbeitung durchaus frisch wirkt. Zudem ist man von der ersten Seite an in der Geschichte drin, langatmige Vorreden oder ausschweifende Beschreibung von Personen, Gegenden etc. sucht man hier vergebens. Das bringt außerdem eine schöne Portion Schwung in die Sache und Längen haben keine Chance.
Die Charaktere sind anschaulich beschrieben, so dass man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Allen voran natürlich zu Edward, bei dem es keine drei Sätze dauert ehe man ihn einfach gern haben muss. Alle Charaktere sind phantasievoll erdacht und brauchen sich so nicht hinter Gestalten aus „erwachsener Fantasy“ verstecken.
Mir hat es außerdem gefallen, dass die Geschichte trotz der sonst eher düsteren Atmosphäre durchaus auch eine gewisse Komik an sich hat. Ich habe manches Mal schmunzeln müssen. Das lockert auf und kommt den jungen Leseren sicher sehr entgegen, denn so wird es nie zu unheimlich.
Das Ende allerdings kommt schon sehr abupt, vor allem, weil man am Ende noch immer eine gute Zahl an Seiten „übrig“ hat und deshalb nicht damit rechnet. Aber „Der mysteriöse Mr. Spines“ ist ja als Trilogie erdacht, da wird man ja relativ bald erfahren, wie es mit Edward weitergeht.

Ich hatte das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen, Kinder bzw Jugendliche werden aber sicher länger daran lesen. Die Seiten sind recht dick,  die Schrift auch größer als bei Büchern für ältere Leser und nach dem Ende der Geschichte gibt es auch noch ein Glossar der Charaktere, Gegenstände und Orte der Erzählung. Es lohnt sich übrigens, auch dieses Glossar zu lesen! Insgesamt also auch in dieser Hinsicht eine absolut runde Angelegenheit für die jungen Leser.

Bei der arsEdition versteht man sich auf schön gestaltete Bücher und da bildet „Wings“ keine Ausnahme. Insgesamt ist der Look recht düster ausgefallen, aber kein bisschen schaurig. Die Darstellung von Edward ist detailreich gehalten und beinhaltet alles, was den Jungen ausmacht: seine schlaksige Gestalt, die oft traurige Stimmung, seinen Hang zu Kartenspielen und natürlich seine wunderschönen Flügel.

Fazit:   „Wings“ ist eine sehr schöne, phantasievolle Geschichte für junge Fantasy-Fans. Ein rundum gelungener Auftakt zur Trilogie, der mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Vielen Dank an die arsEdition  für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel:  Wings – Der mysteröse Mr. Spines
Autor: Jason Lethcoe
Seiten:  224
Verlag: arsEdition
ISBN: 978-3760753232
Preis:  € 12,95 (HC)

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