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Jan 07

Mein Buch des Jahres 2010!

Kürzlich wurde in einem Forum nach den Buch-Highlights 2010 gefragt.

Da ich zumindest meinen 1. Platz sofort, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken, nennen konnte, habe ich beschlossen, diesem Buch auch hier einen Artikel zu widmen.

Mein Favorit 2010:

Lilienblut (Elisabeth Herrmann)

Ich schätze, nicht jeder wird diese Wahl nachvollziehen können, aber es hat nicht nur Gründe das Buch bzw die Geschichte betreffend, dass ich es ausgewählt habe.

Meine Rezi dazu, findet ihr hier:  Lilienblut

Der wichtigste Grund ist aber, dass dieses Buch sicher zu den spannendsten Büchern zählt, die ich 2010 gelesen habe.
Wenn man wegen eines Buches den Zug verpasst, während man direkt daneben auf dem Bahnsteig sitzt, dann MUSS das einfach so sein 😉
Ich hatte „Lilienblut“ im März auf der Leipziger Buchmesse gekauft und als ich abends noch über eine Stunde Zeit hatte bis mein Zug fuhr, habe ich mich auf eine Bank gesetzt und mit dem Lesen begonnen.
Irgendwann kam ein Zug, sogar ein IC, so wie meiner 😉 , aber der hatte eine andere Nummer, also konnte das ja auf GAR KEINEN Fall mein Zug sein.
Als der aber zu dem Zeitpunkt, an dem mein Zug fahren sollte, immer noch im Gleis stand, habe ich doch mal genauer hingesehen. Und festgestellt: die Zugnummer war einfach umgeschrieben worden und da war es dann plötzlich DOCH mein Zug.
Das Gesicht des Schaffners, als ich keuchend an der Tür hing, sehe ich heute noch vor mir. Der Zug fuhr allerdings bereits los und ich stand da…
So kam es, dass ich an diesem Abend erst mal noch bis Berlin gefahren bin und dort eine Stunde auf dem Hauptbahnhof herumstand ehe der Nachtzug kam, der mich dann endlich nach Hause gebracht hat.
Und ganz egal, wo ich gerade stehend oder sitzend warten musste, habe ich „Lilienblut“ gelesen.
Im Nachtzug wird meistens geschlafen, allerdings werden da auch keine Stationen durchgesagt, also konnte ich nicht schlafen, sonst wäre ich womöglich erst in Amsterdam (Endstation) aufgewacht.
Also habe ich auch im Nachtzug gelesen, im Schein eines schmalen Streifens Licht, das durch den Vorhang ins Abteil fiel, oder im Schein des Displays meines Handys.

An dem Abend bzw in der Nacht habe ich telefonisch gleich mehrere Leute verrückt gemacht, ich habe gefroren  wie der berühmte Strohschneider, habe auf dem Berliner Hauptbahnhof mit äußerst mulmigem Gefühl auf den Zug gewartet, es hat Tränen gegeben als ich dachte, ich sitze in Leipzig fest, ich habe also ein echtes kleines Abenteuer erlebt (über das ich heute gut lachen kann :D)…aber eine bessere Ablenkung als „Lilienblut“ hätte ich mir gar nicht wünschen können.

Deshalb ist es mein Buch 2010!

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