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Dez 30

Mein Buch des Jahres 2011!

Natürlich möchte ich auch dieses Jahr wieder mein „Buch des Jahres“ küren.

Im Gegensatz zum vorigen Jahr hat mir die Entscheidung 2011 allerdings einiges Kopfzerbrechen bereitet.

Die Entscheidung fiel so schwer, weil ich nicht wuste, woran ich die „Ehre“ des „Buch 2011″ festmachen sollte: an den Gefühlen beim Lesen, an einem Ereignis, am Inhalt, am Aussehen…?
Also habe ich mich für ein Buch entschieden, das mich in jeder Hinsicht überzeugt hat.

Aber ohne großes Rumgerede, hier ist es nun:

Skeleton Creek (01) -Wenn das Böse erwacht (Patrick Carman)

Dieses Jahr steckt allerdings keine ganze Geschichte dahinter, dass genau dieses Buch es auf den ersten Platz geschafft hat.

Der Grund ist einfach, dass es in meinen Augen ein rundum gelungenes Buch ist.
Die Geschichte ist eine spannende Abenteuer-Story mit einem guten Schuss Grusel.
Wobei der Grusel-Aspekt daher rührt, dass hier ein Buch mit einer DVD kombiniert wurde. Auf der DVD sind kurze Videos, die den Eindruck erwecken, Sarah -eine der Hauptpersonen- habe sie an verschiedenen Orten gedreht, oder bei sich zuhause mit einer Webcam aufgenommen.
Ich habe beispielsweise bei den „Level 26“-Büchern auch schon solche kurzen Filme begleitend zu Buch angesehen, aber die bei „Skeleton Creek“ haben mir deutlich besser gefallen. Man bekommt hier eine wirklich gute Qualität zu sehen, von lieblosen „nur um das Buch aufzumotzen“-Videos keine Spur. Zudem fügen sie sich in die Handlung ein, zeigen nur genau das, was die Charaktere auch sehen und gewähren dem Leser keine Einblicke, die den Charakteren fehlen. Damit wird der Spannung nichts genommen, sondern ihr ganz im Gegenteil noch auf die Sprünge geholfen.
Für mich war „Skeleton Creek“ mit seinen Videos quasi eine Premiere, denn hier habe ich es durchgezogen, sie alle anzusehen und wirklich nur zu dem Moment, in der sie in der Geschichte vorkommen. Bei „Level 26“ habe ich dagegen manchmal gleich mehrere Videos angesehen und sie schließlich sogar ganz aufgegeben. Das kam mir bei „Skeleton Creek“ zu keinem Augenblick in den Sinn!
Auch optisch gibt „Skeleton Creek“ einiges her mit einer Schrift wie Schreibschrift. Denn Sarahs Kumpel Ryan erzählt die Geschichte in Form eines Tagebuchs. Und wer druckt schon sein Tagebuch? 😉 Einige schöne Bilder gibt es ebenfalls zu sehen.
Nein, an „Skeleton Creek“ gibt es meiner Meinung nach nichts auszusetzen.

Deshalb ist es mein Buch des Jahres 2011!

Für alle, die sich eventuell fragen, wieso mir die Entscheidung so schwer fiel und / oder welche Bücher noch im Rennen waren, hier sind sie mit kurzer Begründung:

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei,
sagen sie“ (Lauren Oliver)

Weil: Ich habe dieses Buch gelesen zu einer Zeit, zu der sich bei mir eine große Veränderung anbahnte, die mir schwer zu denken gegeben hat und die mich gefühlsmäßig gut durcheinander gewirbelt hat. Und dieses Buch ist ideal dafür, dass man mitlacht, mitweint und sich Gedanken macht. Also gefühlsmäßig auch sehr chaotisch.

„Todeswald – Ein Svea Andersson Krimi“
(Ritta Jacobsson)

Weil:   Dieses Buch war ein purer Zufallsfund, von dem ich mir eine leidlich spannende Jugendkrimi-Geschichte versprochen hatte. Ich hatte definitiv nicht erwartet, dass ich zwei Abende zu nichts anderem als zum Lesen kommen würde, weil es so dermaßen spannend ist! Solche Überraschungen mag ich!

„Nichtschwimmer“ (Felix Wegener)

Weil:   An dieses Buch ist die Erinnerung an ein Ereignis 2011 geknüpft. Nämlich das M’era Luna Festival, das verregneter nicht hätte sein können. Ich habe „Nichtschwimmer“ im Zelt gelesen während es wie aus Kübeln schüttete. Da es sehr amüsant geschrieben ist, hat es mich ein wenig getröstet. Aber auch nur ein wenig, denn es hat mich -bei dem tristen Wetter- teilweise auch ziemlich mitgenommen. Denn hinter der heiteren Geschichte steckt doch ein recht ernstes Thema.

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