«

»

Jan 02

Testbericht – Hartley’s Raspberry Jelly

Zu Weihnachten fand ich in einem Päckchen ein kleines Geschenk, aus dem ich -eingepackt wie es war- rein vom Fühlen her gar nicht schlau wurde. Es fühlte sich am ehesten an wie ein kleines Kühlkissen.

Und auch als ich es ausgepackt hatte, wusste ich nicht wirklich, was das war.

So sah es jedenfalls aus:

Nachdem ich auf der Rückseite nachgelesen hatte, war dann klar, dass es sich um englische Götterspeise handelt.
Nun finde ich ja, dass alleine schon die Farbe der Verpackung abschreckend giftig ist, aber natürlich wurde das Jelly trotzdem ausprobiert.

Aus der Verpackung genommen, sieht es aus wie eine Tafel Schokolade, pink-rot und auch in solchen „Knöpfen“.
Und es fühlt sich recht fest an. Diese „Knöpfe“ gibt man mit 100 ml Wasser in ein Gefäß und spendiert ihm einen einminütigen Aufenthalt bei 750 Watt in der Mikrowelle.
Ich habe die Knöpfe dafür getrennt. Ob das nötig ist, oder nur der Portionierbarkeit dient, weiß ich nicht. Ich dachte, dass sie so leichter schmelzen. Es geht übrigens sehr schwer, diese feste, aber doch glibberige Masse zu trennen.
In der Mikrowelle schmilzt das Jelly dann und vermischt sich mit dem Wasser.
Anschließend gießt man die entstandene Flüssigkeit mit kaltem Wasser auf 570 ml auf, verteilt sie auf Dessertschüsselchen o.Ä., und parkt diese im Kühlschrank.
Da die Flüssigkeit wasserdünn ist, hatte ich nicht erwartet, dass sie jemals gelieren würde.
Und mit den paar Stunden, die auf normaler Götterspeise als Gelierzeit angegeben sind, kommt man bei Hartley’s Jelly auch nicht hin.
Meine hat etwa 18 Stunden im Kühlschrank gestanden, über Nacht bis zum Mittag am nächsten Tag. Irgendwann in diesem Zeitraum ist die Flüssigkeit aber geliert und gleicht in der Konsistenz der normalen Götterspeise.


Der violette Rand ist durch den Kamerablitz entstanden!

Alternativ kann man die Jelly mit heißem Wasser zubereiten. Auf diese Art ist sie angeblich schneller, nämlich nach dem Abkühlen, verzehrfertig geliert. Ich habe diese Methode nicht getestet, kann mir aber vorstellen, dass sich der Vorgang so beschleunigt.

Farblich ist die Jelly sehr, sehr pink. Da haben die „natural colours“ (natürlichen Farbstoffe) gründlich zugeschlagen!
Da ich an mir unbekannten Speisen immer erst rieche, habe ich das auch mit der Jelly so gehalten. Ich finde, sie riecht zwar nur dezent, aber doch sehr eigenartig. Wie Gummi, was vielleicht die Gelantine ist? Aber ganz klar nicht nach Himbeere!
Und da kann es für mich noch so ein Aushängeschild sein, wenn auf einer Verpackung steht „No artificial flavours“ (keine künstlichen Aromen), aber wenn das bedeutet, dass das Produkt eigentümlich, so gut wie gar nicht und definitiv nicht nach dem angepriesenen Geschmack schmeckt, dann ist mir das eine oder andere künstliche Aroma doch lieber…
Man ernährt sich ja nicht alleine von solchen Produkten.

Der Geschmackstest brachte das gleiche Ergebnis: die Jelly ist zwar ein wenig süß, schmeckt aber außer seltsam nach so gut wie gar nichts. Geschweige denn nach Himbeere…aber ich wiederhole mich.

Inhaltsstoffe laut Packung

Glukose-Fruktose Sirup, Zucker, Gelatine, Essigsäure, Zitronensäure, Säureregulator: Natriumcitrat, Aroma, Farbstoff: Anthocyan, Karmesin. Enthält natürliche Farbstoffe und keine künstlichen Aromastoffe.

Brennwert laut Packung

94 kcal (auf eine Portion, wenn man die Flüssigkeit auf vier Portionen verteilt)

Es gibt noch fünf weitere Geschmacksrichtungen: Erdbeer, Zitrone,Limette, Orange und schwarze Johannisbeere.

Der Preis liegt -soweit ich es online gesehen habe- zwischen € 1,19 und € 1,40.
Auf vier Portionen umgerechnet ist sie also günstig!

Kaufen kann man das Jelly z.B. hier

british-food-shop.de
greatbritishfood.de
english-shop.de

Ich brauche dieses Jelly nicht. Dabei stört mich nicht mal die lange Gelierzeit, denn die kann man ja scheinbar mit heißem Wasser abkürzen. Mich stört in erster Linie der seltsam gummiartige Geruch und Geschmack, dass es noch nicht mal richtig süß ist und überhaupt nicht nach Himbeere schmeckt.
Da bleibe ich lieber Dr. Oetker’s Götterspeise treu.

Bilderquellen: www.english-shop.de & www.ocado.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

%d Bloggern gefällt das: