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Feb 29

Ich habe abgebrochen… – 04

Nachdem das Lesejahr 2012 mit durchweg wirklich tollen Büchern begann, habe ich gestern nun leider doch mal wieder ein Buch abgebrochen. Eines, auf das ich mich vorher riesig gefreut hatte. Umso bedauerlicher 🙁

Dieses Buch hat es erwischt:

Bullen und Schweine (Josef Kelnberger)

Ich hatte schon am ersten Abend mit diesem Buch bemerkt, dass mich das Buch nicht richtig begeisterte. Ich stieg nicht durch, musste manche Sätze mehrfach lesen…aber ich schob es auf meine Müdigkeit. Ich dachte, ich könne mich einfach nicht konzentrieren.
Doch das war es nicht, wie ich jetzt weiß, nachdem ich dem Buch noch zwei weitere Chancen eingeräumt hatte.

Die wesentlichen Gründe -und somit auch für den Abbruch- sind:

  • sehr seltsame Charaktere, die einfach kein Profil gewinnen wollten. So bin ich mit ihnen nicht warm geworden, sie waren nicht „greifbar“ für mich. Und somit fiel es mir auch schwer, sie mir zu merken. Ich musste bei manchen Namen zurückblättern und nachsehen, über wen ich gerade lese, sonst hätte ich mich nicht erinnert.
  • auch die Sichtweise auf die Charaktere, speziell auf Kommissar Wolf, ist ausgesprochen eingentümlich. Mal wird ganz normal davon erzählt, wie er ist und was er macht, dann wechselt die Perspektive plötzlich und es heißt zB „Er, der Kommissar (Wolf)“…so als ob jemand nicht von ihm erzählt, sondern über ihn. Ich kann das nicht richtig erklären, aber es störte mich.
  • der Schreibstil selber ist sehr umständlich mit ewig langen Sätzen. Ja, Josef Kelberger arbeitet bei der Süddeutschen Zeitung. Er versteht sicher etwas vom Schreiben. Doch dieser umständliche Stil passt nicht zu einem solchen Roman und ist anstrengend zu lesen. Dialoge gibt es nur sehr wenige, somit fehlt es an Auflockerung. Außerdem ist es wenig einladend, Seite um Seite auf massiven Blocksatz zu sehen.
  • Ich behaupte mal, „Bullen und Schweine“ ist ein Regionalkrimi, so sehr wie auf bayerische Eigenarten eingegangen wird. Leider fehlt es ihm aber an Charme, Flair und Witz, wie sie die meisten Regionalkrimis mitbringen.
  • der Fall selber ist sicher nicht uninteressant. Doch leider steht er für mich hinter den ganzen negativen Eigenschaften des Buches so weit zurück, dass ich ihn im Nu aus den Augen verloren hatte.

 

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