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Jan 05

Rezension – Schneeweißer Tod (Dana Kilborne)

schneeweissertodDas Hecheln der wütenden Hunde, die Schreie ihres Freundes Preston: Panikattacken quälen Jinx seit jenem schrecklichen Tag vor drei Jahren! Ein Aufenthalt in der Jugendklinik Candlewick Hall scheint die letzte Rettung. Doch auf der verschneiten Burg in Schottland ist die Zeit ihrer Angst nicht vorbei – sondern sie beginnt erst richtig! Denn aus der geschlossenen Abteilung bricht ein Serienmörder aus, und ein Mädchen wird ermordet. Bei der Leiche entdeckt man einen Zettel mit Zeilen aus einem schottischen Kinderlied. Genau dieses Lied hat Preston Jinx immer vorgesungen.

Nach längerer Pause habe ich mal wieder einen Mystery Thriller gelesen. Der Inhalt klang ganz vielversprechend und so fand er sich schnell auf dem Kindle wieder.
Ich bin nicht enttäuscht worden, mir hat die Geschichte gut gefallen. Alleine die Rahmenbedingungen der Geschichte waren ganz nach meinem Geschmack: tiefster Winter, eine psychiatrische Klinik für Jugendliche, die durch den Schnee von der Außenwelt abgeschnitten ist. In der Klinik lediglich wenige junge Patienten, ein ärztlicher Professor, kaum Pflegepersonal, dafür aber…ein erwachsener Serienkiller, der offenbar aus der geschlossenen Abteilung ausgebrochen ist und nun mordend durch die Flure zieht. Wenige Charaktere, ein räumlich begrenzter Schauplatz und ein Mörder, das bürgt für mich für eine gute Geschichte.
Entsprechend hat mir auch diese Geschichte prima gefallen. Von Anfang an ist die Bedrohung durch das lebensfeindliche Wetter spürbar und es ist schon alleine spannend, Jinx Fahrt zu Klinik mitzuerleben. Gleichzeitig gibt es immer wieder Andeutungen, weshalb sie sich selbst in die Klinik einweist, aber was genau der Anlass ist, das wird noch nicht gesagt. Da kann man also fröhlich drauflos mutmaßen.
Kaum in der Klinik und in ihrem Zimmer angekommen, macht Jinx eine Begegnung mit einer anderen Patientin, die für eine echte Gänsehaut gut ist. So stellt man sich die Patienten einer solchen Klinik doch immer gerne vor, wenn man Thriller mag. Klischeehaft, mag sein, aber defintiv wirkungsvoll.
Als feststeht, dass die Gruppe tatsächlich einer echten Bedrohung durch einen Killer ausgesetzt ist, geht es daran, sich davor zu schützen und -falls möglich- denjenigen zu erwischen und unschädlich zu machen. Da die Jugendlichen alle sehr verschieden sind, gibt es auch sehr verschiedene Sichtweisen auf das Geschehen. Dabei bekommt man als Leser viel Gelegenheit zu knobeln und Verdächtigungen anzustellen. Meine Verdächtigungen wechselten dabei immer mal wieder, lediglich den ausgebrochenen Serienmörder hatte ich irgendwie nie im Verdacht.
Selbst beim großen Finale als ich mir bereits ganz sicher war, den wahren Täter zu kennen, habe ich mich noch ein-, zweimal auf’s berühmte Glatteis führen lassen, und die Auflösung hat mich dann wirklich überrascht.

Ich habe den Roman in einem Rutsch gelesen. Mit seinen etwa 120 Seiten (in der gedruckten Version) ist er nicht allzu lang, die Kapitel haben ebenfalls eine schöne Länge und die Sprache ist -vor allem in den Dialogen- recht jugendlich und leicht. Den erzählenden und beschreibenden Passagen sollte man aber etwas mehr Zeit gönnen, umso besser wirken sie.

Das Covermotiv passt prima zur Geschichte und dem Titel. Gegen den weißen Schnee heben sich die roten Blutflecken prima ab und machen das Cover zu einem echten Hingucker.

Fazit:  Mir hat dieser Mystery Thriller gut gefallen und ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert. Das Setting ist ideal für einen Thriller und die Geschichte lässt einen einfach nicht mehr los. Sie ist spannend vom Anfang bis zum Ende und bietet reichlich Gelegenheit, eigene Vermutungen und Versächtigungen anzustellen. Das Ende konnte mich überraschen, was ich -ehrlich gesagt- nicht so recht erwartet hätte.


Titel:  Mystery Thriller – Schneeweißer Tod  (Heft 12 / 2012)
Autor: Dana Kilborne
Seiten:  ca. 120
Verlag: Cora Verlag
Bestellnummer: 0818120214
Preis:  € 3,60 (gedruckt), € 3,49 (eBook)

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