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Mrz 03

Rezension – Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest (Dagmar Hoßfeld)

conniConni ist endlich fünfzehn geworden. Sie fühlt sich wie immer. Kein bisschen anders. Aber das kann nicht sein. Irgendetwas muss anders sein! Immerhin hat sie fünfzehn Jahre ihres Lebens darauf hingearbeitet, fünfzehn zu sein. Besonders das letzte Jahr war echt hart. Mit vierzehn ist man irgendwie noch ein Kind. Zumindest wird man so behandelt. Mit fünfzehn ist man dagegen schon fast erwachsen. Es MUSS also einen Unterschied geben. Im Kalender steht es schwarz auf weiß: Es ist der 30. April, ihr Geburtstag. Ab heute hat sie genau ein Jahr Zeit, um den Unterschied herauszufinden – falls es einen gibt. Conni freut sich auf grenzenlose Freiheit und wilde Abenteuer. Sie will endlich mal eine ordentliche Party mit der Clique feiern. Und sie will mit Phillip zusammen sein, ganz ohne wachsame Elternaugen.

Ich kenne Conni als Kindergarten- und Schulkind und von ihrem Start am Gymnasium. Nun ist sie also 15 Jahre alt und damit ein waschechter Teenager.
Wie ich zugeben muss, musste ich mich bei diesem Buch doch ganz schön umstellen. Erstens was ihre jugendlich-lockere Ausdruckweise angeht, zweitens -und das vor allem- was ihre Vorlieben anbetrifft. Bisher hatte ich nie den Eindruck, dass beispielsweise ein PC, das Internet oder auch tolle Klamotten und ihr Aussehen eine sonderlich wichtige Rolle für sie spielten. Und auch eine zickige Conni kannte ich nicht, ebensowenig eine Conni, die auch mal die Eltern anschwindelt.
Die Conni hier war für mich also eine ziemlich neue Conni. Allerdings (und das war mir schon auch klar) wäre es ohne das alles keine echte Conni-Geschichte gewesen. Schon immer war diese Figur sehr nahe an der Altersgruppe ihrer hauptsächlichen Fans, also musste das auch in dieser Geschichte der Fall sein. Für Teenager sind all diese Dinge wichtig, also auch für Conni. So können die Leser sich weiterhin leicht mit ihr identifizieren.
Außerdem werden daneben die typischen Conni-Themen kein Stück vernachlässigt. Noch immer geht es ganz wesentlich um Freundschaften, darum, sich in andere hineinzuversetzen und Verständnis zu haben, und um solch ernste Themen wie die Liebe, Sex oder auch ein weibliches Elternpaar und die Vorbehalte einiger Leute dem gegenüber.
Serviert werden diese Themen dabei fast ausschließlich von Conni und ihren Freunden selber, und sie nehmen sie auf jugendliche Art und Weise in Angriff. Das ist oft sehr lustig, ohne dass der ernste Kern der Sache verloren geht. So können die Leser aus der Geschichte eine ganze Menge für sich mitnehmen. Ganz ohne den berühmten moralisch-pädagogischen Zeigefinger. Typisch Conni also!
Eine große Rolle spielt hier Connis Liebe zu Phillip, die ich seit jeher süß finde und immer besonders im Auge hatte. Auch hier fand ich die beiden einfach nur goldig. Entsprechend gelitten habe ich zum Ende hin mit dann auch mit Conni. Ich habe immer nur gedacht: das kann doch so nicht enden, das darf einfach nicht so sein…und habe buchstäblich bis zum letzten Moment auf ein Wunder gehofft.
Doch so sehr ich mit Conni geheult habe, für so richtig und sinnig halte ich das Ende widerum auch. Es enthält ebenfalls eine wichtige Botschaft, und das dieses Mal sicher nicht nur für Jugendliche! Ein Ende wie ich es mir gewünscht hätte, das wäre nicht typisch Conni gewesen. Somit geht dieses Ende völlig in Ordnung.
Und nachdem es schon spannend war, wie Conni und ihre Freundinnen sich durch ihr Teenagerleben kämpfen, so gespannt bin ich nun auf den nächsten Band! Von dem ich -mal so nebenbei bemerkt- hoffe, dass Lena wieder eine große Rolle spielen wird.  Sie ist in diesem Buch kurzerhand zu einem meiner Lieblinge geworden.

Conni erzählt selbst von all den aufregenden Erlebnissen. Und das mit Tempo und einem ordentlichen Schuss Humor, über den ich oft gelacht habe. Da macht das Lesen Spass und die Seiten fliegen nur so dahin. Da es gleichzeitig noch spannend ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen ehe ich es ausgelesen hatte. An einem einzigen Abend!

Ich finde es etwas schade, dass der „Conni“-Schriftzug so klein geworden und an den Rand gerutscht ist. So erkennt man gar nicht gleich um wenn es in dem Buch geht. Conni-Fans, die mit ihr groß geworden sind, könnte das Buch so leicht entgehen. Ansonsten mag ich den Look von ihrem ersten Teenie-Buch. Bunt, leicht verrückt und mit Elementen, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Das düfte junge Leserinnen schnell ansprechen. Und vielleicht ist dann bei einigen die Erkenntnis, dass es um Conni geht, noch das Tüpfelchen auf dem i.

Fazit:  Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung hin. Es ist lustig, rasant  und macht Spass, es ist aber auch sehr spannend. Genau wie man es bisher aus den Conni-Geschichten kennt, wird sich neben all dem Spass aber auch ernsten Themen angenommen. Schön passig auf das Alter und die Interessen der Leser abgestimmt. Egal in welchem Altern, ich schätze, Conni bleibt einfach immer Conni, und das ist gut so!

Vielen Dank an den Carlsen Verlag an die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest
Autor: Dagmar Hoßfeld
Seiten: 288
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN: 978-3551260017
Preis: € 12,90 (Broschiert)

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