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Mrz 25

Rezension – Lovesong (Gayle Forman)

lovesongDas Ende seiner großen Liebe zu Mia droht Adam am Leben zerbrechen zu lassen. Unruhig, leer, ausgebrannt fühlt er sich, trotz seines sensationellen Erfolgs als Rockstar. Als er von einem Konzert erfährt, das Mia, inzwischen gefeierte Cellistin, in New York gibt, will er nur eines: sie wiedersehen. Noch in derselben Nacht finden beide den Mut sich auszusprechen, sich auszusöhnen und sich doch wieder zu trennen, um eigene Wege zu gehen. Da hört er, wie eine Stimme seinen Namen ruft.

Gleich vorweg muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, dass es sich bei diesem Buch um eine Fortsetzung handelt! Nachdem ich es nun gelesen habe, kann ich aber auch nicht behaupten, dass ich es aus der Geschichte heraus hätte schließen können. Man muss also „Wenn ich bleibe“ (den ersten Band) nicht zwingend gelesen haben um sich in dieser Geschichte einzufinden und sie zu verstehen. Es werden genügend Anhaltspunkte gegeben um sich ein gutes Bild dvon zu machen, was Adams und Mias hier aktueller Situation vorausging. An der Schule waren sie ein Paar: der rebellische Musiker und die Streberin mit ihrem Cello. Ein einschneidendes Ereignis führte dann dazu, dass sich ihre Wege trennten.
Ich muss zugeben, ich bin mit dieser Geschichte nicht wirklich warm geworden. Das lag hauptsächlich an Adam. Er ist inzwischen ein gefeierter Rockstar, kommt damit aber überhaupt nicht (mehr) klar. Er ist depressiv, gestresst, sieht fast ausschließlich nur die Schattenseiten dieses Lebens, trauert Mia nach und hätte oft gerne wieder ein ganz normales Leben. Abgesehen davon, dass ich eine solch traurige Grundstimmung von einer Geschichte mit diesem Titel sicher nicht erwartet hätte, habe ich mich auch immer gefragt, inwieweit ich Adam seine Haltung abkaufen kann. Ich meine, an sich lebt der junge Mann ja nun wirklich im Luxus! Und ich möchte nicht wissen, ob jemand in seiner Situation nicht ganz schön große Augen machen würde, wenn er wieder ein Normalsterblicher wäre! Irgendwie war mir das hier viel zu viel Jammern auf immens hohem Niveau. Und sowas mag ich nicht, weil es mir immer schwer fällt, einem Star diese Haltung abzunehmen.
Dagegen erfährt man vergleichsweise wenig über Mia und ihr derzeitiges Leben. Natürlich, sie ist eine gefeierte Cellistin und hat sich diesen Ruhm hart erarbeitet, aber um ihre Gefühlswelt diesem Leben gegenüber wird nicht halb so viel Wind gemacht wie bei Adam. Daher blieb sie für mich auch recht farblos, während ich mir von Adam ein wirklich sehr klares Bild machen konnte. Rückschlüsse auf Mias Wesen lassen sich nur durch Adams Rückblicke ziehen. Das ist zwar interessant (vor allem wenn man den vorigen Band nicht kennt), aber Zeit verändert Menschen. Die Schlüsse also, die man aus den Rückblicken zieht, müssen im Heute längst nicht unbedingt stimmen.
Und zuletzt habe ich mir von einem Buch mit dem Titel „Lovesong“ schon eine Portion Romantik versprochen. Die kommt aber nicht einmal bei Adams und Mias Zusammentreffen und der gemeinsam durchwanderten Nacht auf. Sicher, zunächst hätte es sicher einiges zu klären gegeben, aber danach hätte ich gegen die eine oder andere romantische Szene nichts einzuwenden gehabt. Es soll doch eine Liebesgeschichte sein! Wenn auch eine komplizierte!

Es war auch Adams depressive Art, die mir das Lesen erschwert hat. Es ist anstrengend, dauernd solch trüben Gedanken zu folgen, und dass es nur wenige Dialogszenen gibt, macht es auch nicht gerade leichter. Für ein wenig Abwechslung hat der Wechsel zwischen Adams und Mias heutigem Dasein und ihrer Vergangenheit gesorgt.

Das Cover mag ich sehr! Weil es mit den beiden Personen und dem „Sternenhimmel“ darüber einfach nach eine schönen und romantischen Liebesgeschichte aussieht.

Fazit:  Mein Ding war „Lovesong“ nicht. Adams ständiges Gejammer auf solch hohem Niveau ging mir schnell auf die Nerven, weil ich es jemandem wie ihm einfach nicht abnehme. Es erzeugt außerdem eine durchgängig depressive Stimmung in der Geschichte. Beides hat mir den Spass am Lesen ganz schön verleidet. Außerdem hätte ich mir wenigstens einen Funken Romantik gewünscht! Ich werde aber „Wenn ich gehe“ sicher noch lesen. Vielleicht ändert das meine Sichtweise ja tatsächlich noch. Wenigstens etwas.

Danke an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel: Lovsong
Autor: Gayle Forman
Seiten: 272
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN: 978-3442379422
Preis: € 8,99 (TB)

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1 Kommentar

  1. Jana

    Ich denke, du hättest „Wenn ich bleibe“ lieber lesen sollen 😉
    Ich wette, dann hätte dir auch „Lovesong“ besser gefallen, weil du einfach schon mit den Personen gekämpft hast und dich mit ihnen angefreundet hast!
    Ansonsten kann ich deine Kritik teilweise verstehen, trotzdem kann ich sagen, nachdem ich Teil 1&2 gelesen habe, dass ich die Bücher ganz wunderbar fand 😉

    Alles Liebe
    Jana

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