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Mai 12

Rezension – Monster Mia und das große Fürchten (A.B. Saddlewick)

monstermiaAls Mia, genannt Monster Mia, wieder mal an ihrer Mädchenschule Lilienthal unangenehm auffällt, wird sie strafversetzt. Ihre neuen Mitschüler, die giftige Greta, Zombie Zoran und die unsichtbare Ulli sind auch viel interessanter als ihre ehemaligen zuckersüßen Klassenkameradinnen, denn Finsterwald ist eine Schule für Monster! Leider sind Menschen dort völlig unerwünscht. Nur wenn Mia es schafft, Herrn van Vlad, ihren Vampirklassenlehrer, zu erschrecken, darf sie bleiben. Aber der ist zu hundert Prozent schreckenssicher.

Dieses Buch habe ich durch Zufall entdeckt und war dank Ratte Quentin sofort davon angetan. Und auch die etwas sonderbar gekleidete Mia hatte mich gleich neugierig gemacht.
Mia ist so ganz anders als ihre Schwester oder ihre Mitschülerinnen. Sie mag es gerne mal etwas gruselig, ist unordentlich und hat ein Faible für eklige Krabbeltiere. So hat man natürlich keinen leichten Stand, und alleine ihre Auseinandersetzungen mit ihrer zimperlichen Schwester haben mich oft schmunzeln lassen. Ich denke, junge Leserinnen werden ebenfalls ihre Spass an dieser etwas anderen Haptfigur haben und sich so leicht mit ihr anfreunden. Außerdem finde ich es gut, dass Mia mit so viel Sebstbewusstsein so ist wie sie ist. Sicher gibt es unter den Leserinnen auch solche, die nicht pausenlos im Tutu herumlaufen. Da hat man dann also eine Freundin, die einem zeigt, dass das ebenfalls völlig in Ordnung ist.
Nachdem Mia als untragbar für ihre Schule erklärt wurde, kommt sie auf die Finsterwald-Schule im Wald. Dort hat se ganz besondere Mitschüler. Wie zum Beispiel einen jungen Werwolf, einen Zombie und ein unsichtbares Mädchen. Und der Klassenlehrer hat auffällig lange Eckzähne. Das ist hier und da durchaus etwas schaurig, aber keinesfalls so, dass man für die jungen Leser Albträume befürchten muss. Dafür sind diese Gestalten dann irgendwo doch einfach zu nett und überraschend normal. Ich denke, ein solches Maß an Gänsehaut kann man Lesern um die 7 bis 9 Jahre schon zumuten. Gruselanfänger, die vielleicht auch die „Gänsehaut“-Bücher mögen, dürfte es jedenfalls ganz sicher gefallen.
Um auf der Finsterwald-Schule der kleinen Monster bleiben zu dürfen, muss Menschenmädchen Mia eine Prüfung bestehen. Das sorgt für Spannung, denn diese Aufgabe kommt einem eigentlich unlösbar vor. So war ich gespannt ob -und falls ja, wie- es Mia gelingen würde, sie zu bestehen. Im Zusammenhang mit dieser Prüfung gibt es dann gegen Ende gleich noch zwei Überraschungen, die ich niemals kommen gesehen hätte. Da habe ich beide Male gestaunt und auch gelacht.

Wie es sich für ein Buch für diese Altergruppe gehört, liest sich die Geschichte sehr leicht. Und die Länge der Kapitel ist ebenfalls gut darauf abgestimmt. Nicht zu kurz, so dass man mit jedem Kapitel ein gutes Stückchen vorankommt, aber auch nicht so lang, dass die Konzentration zu sehr gefordert wird. Die Schrift ist recht groß und über jedem Kapitel findet sich eine kleine Zeichnung. Besonders haben mir die Bilder von den Charakteren gefallen, die in den Deckeln abgebildet sind.

Das überwiegend pinkfarbene Cover verrät das Buch schnell als ein Buch für Mädchen, aber das ist es nun mal eben auch. Dass es nicht das typische Mädchenbuch ist, das macht die Darstellung von Mia genauso schnell klar. Ich mag ihr schräges Erscheinungsbild jedenfalls sehr! Ratte Quentin und die Fledermaus im Haar sind niedlich geraten. Und das Gespensterschloss alias die Finsterwald-Schule sorgen für ein wenig Grusel. Eine schöne und passende Mischung.

Fazit:  Mit Monster Mia dürften junge und weibliche Gruselfans voll auf ihre Kosten kommen. Eine schöne spannende, leicht schaurige, aber auch witzige Geschichte, die mir gefallen hat. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Abenteuer.

Vielen Dank an den Kerle Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel: Monster Mia und das große Fürchten
Autor: A.B. Saddlewick
Seiten: 144
Verlag: Kerle Verlag
ISBN: 978-3451711619
Preis: € 7,99
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