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Aug 26

Rezension – Mystery Thriller Doppelband – Mord im Mokai Club (Raven Cross) / Als wäre es deine letzte Nacht (Margaux Froley)

mysterydoppelband01Mord im Mokai Club – Lanas Herz klopft wie verrückt, als sie den Club in Miami betritt. Endlich sieht sie ihren Freund Skip wieder, der hier DJ ist! Aber der flirtet den ganzen Abend mit einer anderen, dieser Verräter. Lana sieht rot, holt aus – und am nächsten Tag macht sie als „coole k.o.-Braut“ Schlagzeilen. Plötzlich ist sie das Szene-Girl von Miami. Bis sie verhaftet wird: Skips Neue wurde ermordet, und Lana steht unter Mordverdacht.

Als wäre es deine letzte Nacht – Niemals wird Devon die zärtliche Nacht vergessen, die sie mit Hutch verbracht hat. Nun ist er, der beliebteste Junge der Schule, tot – Selbstmord, heißt es. Und ausgerechnet Devon ist nach einem Psychologiekurs diejenige, mit der ihre Mitschüler über ihre Trauer reden sollen. Doch die Gespräche geben Devon Rätsel auf: Der Hutch, den sie kannte, war nicht in eine Parallelwelt voller Drogen verwickelt.

Seit Juli ’13 erscheinen die Mystery Thriller nun nur noch alle zwei Monate. Dafür gibt’s dann aber gleich zwei Thriller in einem Band.
Ich habe mir den ersten Doppelband mal zum Testen gekauft, denn eigentlich war mir einmal im Monat € 3,60 doch lieber als alle zwei Monate auf einen Schlag € 5,99. Natürlich sehe ich die Ersparnis, die auch ordentlich ist, aber es ist und bleibt viel Geld auf einen Schlag.

Mit „Mord im Mokai Club“ habe ich ich etwas schwer getan. Erstens weil zwei solch bildhübsche, von sich selbst überzeugte In-Girls nicht unbedingt mein Geschmack an Hauptcharakteren sind. Es hat etwas gedauert bis ich mich wenigstens an sie gewöhnt habe. Dass sie eigentlich auch ganz clever sind, das habe ich ihnen aber bis zum Ende hin einfach nicht abgenommen. Auch der Schauplatz war nicht so mein Fall. Meine Begeisterung für jegliche Ballermann-Atmosphäre hält sich in sehr engen Grenzen. Das gilt sogar für Spring Break in den USA. Diese Begeisterung für Club und für das Feiern teile ich halt nicht. Die Frage, wer der Mörder ist, fand ich trotzdem ganz spannend. Man kann gut mitraten und oft gibt es Wendungen, die einen in einer Vermutung wieder umstimmen. Denjenigen welchen hätte ich zuletzt als Täter in Erwägung gezogen, deshalb war es eine schöne Überraschung. Dafür habe ich über Lanas weiteren Verbleib den Kopf geschüttelt. Na, die muss ja großzügige, tolerante und verständnisvolle Eltern haben…

Auch mit „Als wäre es deine letzte Nacht“ hatte ich einen etwas schwierigen Start. Mir waren das anfangs zu viele Namen. Es dauerte nicht lange, da wollte ich schon aufgeben, weil ich fürchtete, bald nicht mehr durchzublicken. Sowas mag ich gar nicht. Zeit um die einzelnen Charaktere so einzuführen, dass man sie sich merken und später wiedererkennen kann, sollte sich jede gute Geschichte nehmen. Zum Glück hielten sich meine Probleme mit den vielen Personen in Grenzen. Ich musste nur ab und zu überlegen, wen ich vor mir habe. Das spielte sich also ein. Bei dieser Geschichte hat es richtig Spass gemacht, mitzuknobeln. Zudem tun sich immer wieder neue Erkenntnisse auf und man muss wieder umdenken. Das war spannend und abwechslunsgreich. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass sich die Geschichte so umfangreich entwickeln würde. Und wenn ein Fall von der psychologischen Seite angegangen wird, dann ist das ganz nach meinem Geschmack.

Ein Extra-Lob gibt es dafür, dass Margaux Froley tatsächlich aus den USA kommt. Das merkt man der Geschichte in Sachen Ausdrucksweise und Schauplatz -im guten Sinne- an. Ich hatte ja in der vorigen Rezi erwähnt, dass es mich stört, wenn Geschichten in den USA spielen, die Autoren aber gar nicht von dort kommen. Was man mindestens an der Ausdrucksweise merkt. Raven Cross ist eine deutsche Autorin, aber sie lebte lange in den USA. Entsprechend glaubhaft sind ihre Ortsbeschreibungen und typisch deutsche Aussprüche -die ich mir auf englisch beim besten Willen nicht vorstellen kann- findet man bei ihrer Geschichte nicht. Schön, wenn darauf geachtet wird!

Beide Geschichte lesen sich recht leicht. Es macht aber Sinn, sich für „Als wäre es deine letzte Nacht“ etwas mehr Zeit und Ruhe zu nehmen, sonst ist man womöglich verloren. Die den Kapiteln vorangestellten Protokolle über verschiedene psychologische Sitzungen machen jeweils neugierig auf das Kapitel.

Bitte, bitte, lasst diesen unseligen Trend mit den Gesichtern auf dem Cover nicht auch noch bei dieser Reihe einziehen. Das sieht mir hier nämlich verdächtig danach aus. Die kleine Szene im Hintergrund, die eigentlich viele her einen Bezug zu einer der beiden Thriller hat, fällt dagegen kaum auf. Schade.

Fazit:  Zwei spannende Mystery Thriller, die kaum verschiedenere Schauplätze haben könnten. Das gefällt mir so. Eine schöne Mischung. Mit beiden hatte ich aber auch so meine kleineren Schwierigkeiten, die die Charaktere betrafen. Wer sich mit Szene-Girls und ihrem Partyleben und einer Fülle Charaktere innerhalb kürzester Zeit besser arrangieren kann als ich, der wird mit diesem ersten Doppelband aber sicher zufrieden sein. Mal sehen, ob der nächste mehr Meins ist.


Titel:  Mystery Thriller – Mord im Mokai Club / Als wäre es deine letzte Nacht
Autor: Raven Cross / Margaux Froley
Seiten:  286
Verlag: Cora Verlag
Bestellnummer: 0818130221
Preis:  € 5,99

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