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Okt 23

[eBook] Rezension – Legenden aus der Zwischenwelt (René Junge)

legendenzwischenweltDieses eBook umfasst insgesamt 5 Horror-Kurzgeschichten:

1 – Animal Inside2 – Stan
3 – Dreamdevil
4 – Unberührbar
5 – Die Weltlosen

 
 
 
 
 

„Animal Inside“

Obwohl die Geschichte alleine durch den Titel schon recht vorhersehbar ist, hat sie mir doch gefallen. Das Geschehen ist schon grausig und ich fand es auch spannend, ob Ben entkommt. Und eine Szene sorgte zudem für einen gewissen Ekelfaktor. Außerdem hat mir der Funken böser Humor gefallen mit dem das Geschehen beschrieben wird.
Ein ordentlicher Einstand!

„Stan“

Bei dieser Geschichte bin ich erst gar nicht durchgestiegen. Zwar war mir klar, dass Stan ein Psychopath ist, aber die Sache mit der Frau, auf die er im Supermarkt trifft und die dann so mir nichts, dir nichts mit ihm nach Hause geht. War es Stans Einbildung, in ihr seine Mutter zu sehen? Oder ist sie es wirklich und Mutter und Sohn haben einen gemeinsamen Hang zu kranken Rollenspielen? Es hat etwas gedauert bis ich durchgeblickt habe. Hier fand ich vor allem den Hintergrund hinter der Tat erschreckend. Das Ende ist dann kurz und sehr böse. Auch wenn man zuvor schon geahnt hat, worauf es hinauslaufen wird.

„Dreamdevil“

Diese Geschichte hat ein Thema zur Grundlage, das ich für unheimliche Storys immer wieder toll finde: Träume! Mir tat der kleine Harry leid, wie er unter seinen Albträumen leidet. Und seinen Therapeuten fand ich ausgesprochen sympathisch. Der soll Harrys Albträume nun beenden. Bei dieser Geschichte hat mir gut gefallen, wie man erst in den Traum abtaucht und wie sich dann plötzlich Traum und Wirklichkeit vermischen. „Du willst spielen, Doc? Dann spielen wir!“ Den Moment fand ich wirklich gruselig. Dass am Ende ein böses Erwachen stehen würde, hatte ich schon geahnt. Trotzdem macht sowas einfach Spass.

„Unberührbar“

Obwohl ich Mitch im Nullkommanichts absolut nicht ausstehen konnte, hat mir seine Geschichte am besten gefallen. Einfach, weil sie nicht auf Blut, Horror oder Ekel setzt. Stattdessen ereilt Mitch ein verhängnisvolles Schicksal. Bis dahin fand ich auch, dass er das gut verdient hatte. So ein Ar***, sorry! Die Szene in der Wüste war schön unheimlich. Und auch die Idee mit dem goldenen Band hat mir gefallen. Allerdings hatte ich schon geahnt, bei wem  es enden würde. Und dann tat mir sogar Mitch leid.

„Die Weltlosen“

Diese Geschichte ist für mich keine eindeutige Horrorgeschichte. Sie enthält auch einige Fantasyelemente. Für mein Empfinden zog sie sich hier und da etwas. Aber die Idee hat mir gefallen. Norah mochte ich sofort und anfangs hätte ich ihr niemals etwas Böses zugetraut. Bei solch harmlosen und nette Charakteren mag ich es immer besonders, wenn sie sich so böse entwickeln. Das hat Spass gemacht! Das Ende hatte es dann nochmal richtig in sich. Ein prima Abschluss für diese Sammlung an gruseligen Kurzgeschichten.

René Junges Schreibstil liest sich gut und leicht. So musste ich mir die Sammlung gar nicht groß einteilen, sondern habe sie in einem Rutsch gelesen.

Fazit:   Insgesamt hat mir „Legenden aus der Zwischenwelt“ gut gefallen. Fünf Horror- bzw Gruselstories, denen tolle und sehr verschiedene Ideen zugrunde liegen. So ist die Sammlung schön abwechslungsreich. Bei einigen Geschichten fand ich die Enden allerdings etwas vorhersehbar. Und ich frage mich wirklich, wieso alle Geschichten in den USA spielen. Immerhin stammen sie aus der Feder eines deutschen Autoren! Geht etwa immer noch der Glaube um, solche Stories würden in Deutschland nicht funktionieren?


Titel: Legenden aus der Zwischenwelt
Autor: René Junge
Seiten: 105 Seiten (geschätzt)
Format: Kindle Edition
Preis: € 2,99

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