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Mrz 21

Leipziger Buchmesse 2014 – Zweiter Tag

Urlaub und trotzdem um halb acht aufstehen…das ist eine der Schattenseiten der Messewoche.
Aber man möchte ja zeitig dort sein um möglichst nichts zu verpassen.

Der Freitag war unser erklärter „Messetag“, an dem wir der vorab angelegten Liste nach verschiedene interessante Verlage besuchen wollten.
Da wir früher dort waren als am Vortag lebten wir in dem Glauben, näher am Eingang parken zu können (O-Ton Parkwächter: „Ja, ja, heute haben wir genug Presseparkplätze!“) Warum nur standen wir dann jeden einzelnen Tag irgendwo am Arm der Welt bei Halle 5?!

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Glücklich auf der Messe angekommen, ging es dann auf in’s Getümmel, das sich an diesem Tag in erfreulichen Grenzen hielt. Überall konnte man gut laufen und an den Ständen schauen.

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Nach diesem Magazin haben wir in allen Bahnhofsbuchläden, Kiosken und Buchhandlungen gesucht, die wir in den letzten Monaten besucht haben. Es war nirgends zu finden. Da war es direkt beruhigend, es wenigstens am Stand von falkemedia vorzufinden. Eines durften wir mitnehmen. Ich habe es inzwischen einmal oberflächlich durchgeblättert und werde es mir die Tage noch genauer zu Gemüte führen. Sieht wirklich interessant aus.

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Die Outdoor Verlage stellten das neue Buch von Bernhard Hoecker und Tobias Zimmermann aus: „Neues aus Geocaching – Geschichten von draußen“. Einmal als normales Taschenbuch, einmal in einer Special Edition mit Tupperdose, Travelbug, Logbuch und dem Buch als Hardcover.

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Die Lesung von Arno Strobel aus „Abgründig“ stand eigentlich als fixer Termin auf unserem Plan. Wir sind dort allerdings nicht lange geblieben, weil man kaum etwas verstand. Dafür war die Geräuschkulisse rundum einfach zu laut. Wir hatten außerdem den Eindruck, dass die wenigsten Leute dort wegen der Lesung hingekommen waren. Es sah eher so aus als mache der Großteil dort einfach gemütlich Pause. Das hat -zumindest mich- ganz schön geärgert. Dafür ist der Lese Treff in meinen Augen nicht da. Wie müssen die Autoren sich fühlen, wenn sie gegen dieses stetige Gemurmel und den üblichen Messetrubel anlesen?

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Dagegen herrschte bei der anschließenden Signierstunde am Stand des Loewe Verlag geradezu himmlische Ruhe und Ordnung. Obwohl natürlich auch am Stand ein Gang entlanglief!

Auf mich wirkte Arno Strobel sehr sympathisch, locker und offen gegenüber seinen Fans.

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Bereits an diesem zweiten Messetag entdeckten wir eine ganze Reihe kleiner Verlage mit interessanten Büchern. Dabei war Stöbern erst für den Samstag angedacht gewesen. Darunter zB den Machandel Verlag, der vor allem mit seinen modernisierten Märchen auf sich aufmerksam machte. Und der Buchvolkverlag, bei dem verheißungsvolle Krimis erscheinen. Die Bücher des Luzifer Verlags sind nichts für schwache Nerven und sensible Mägen. Ich freue mich schon darauf, demnächst „Graues Land“ zu lesen, bei dem ich mich hoffentlich herrlich gruseln und / oder ekeln werde. Vielen Dank nochmal für das Buch! Mit feinen Krimis lockte außerdem Der kleine Buchverlag.
Eine explizite Erwähnung verdient Laura Jane Arnold, die an einem eigenen kleinen Stand ihre Fantasybücher vorstellte. Fantasy-Fans sollten unbedingt auf ihrer Seite vorbeischauen!
Und dann haben wir noch die nette Hexe (darf man das so sagen? ;)) Ellie Engel und ihren Raben Rallo Rellich kennengelernt. Auf ihrer Seite kommen große und kleine Fatasy-Fans voll auf ihre Kosten!

Zwei sehr niedliche Entdeckungen haben wir ebenfalls gemacht:

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Dieses Plakat spricht die Wahrheit, findet ihr nicht? Wenn ich mir meinen SUB so anschaue 😉

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Abends stand eine Mini-Fantasylesung mit Diana Menschig und Thomas Finn in den Leipziger Cammerspielen auf dem Programm. Ich lege jedem Leipzigbesucher einen Besuch auf dem Gelände der Kulturfabrik wärmstens ans Herz. Ein sehr uriger Ort. Wer es gerne etwas verwegen und alternativ mag, dem wird es dort gefallen. Ich fand es richtig toll!

Als erstes las Diana Menschig aus „So finster, so kalt“, das ich schon eine Weile auf dem Wunschzettel hatte.
Allerdings hatte ich bis dahin gedacht, es handele sich um einen Krimi oder auch Thriller.
Gut, dass ich nicht wusste, dass es ein Fantasybuch ist, sonst wäre die Lesung wohl nicht auf den Terminkalender gekommen.
Und dann hätte ich auch eine super sympathische Autorin mit viel Humor verpasst.
Ihr Buch habe ich gerade gelesen und bald werdet ihr hier auf der Seite lesen können, wie es mir gefallen hat.

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Als zweites las Thomas Finn aus seinem neuen Buch „Schwarze Tränen“. Von ihm kannte ich schon „Weisser Tod“, das mich aber leider nicht ganz von sich überzeugen konnte. „Schwarze Tränen“ werde ich auch wieder vom Wunschzettel nehmen. Ein Teufel in Pudelgestalt, eine Hexe, Ghouls, Zauberer…das ist Fantasy in reinster Form in meinen Augen, und somit nicht mein Ding. Aber spaßig war die Lesung trotzdem! Ich bin unbedingt dafür, dass Thomas Finn -sollte es ein Hörbuch zu „Schwarze Tränen geben- es selber einlesen sollte. Und vielleicht würde ich es dann sogar hören 😉

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Anschließend gab es noch eine nette Plauderrunde mit den beiden Autoren und der „Moderatorin“ vom MDR, die durch die Veranstaltung führte.

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P.S. Die Nachfrage beim Ullstein Verlag wegen des seltsamen Bauwagens nahe de Bahnhof ergab, dass es sich dabei um einen sogenannten Pop up – Store handelt, mit dem der Verlag gewissermaßen tourt. Man kann ihn zB auch buchen, wenn man einen Buchladen hat. Dann bezieht er dort Stellung. Man kann darin Bücher vom Ullstein Verlag anschauen und natürlich auch kaufen. Eine sehr coole Idee!

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