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Aug 08

Rezension – „Gänsehaut (64) – Die Schule des Schreckens (R.L. Stine)

gaense64Jack Banyon ist ein richtiger Angsthase. Das meint zumindest sein Vater, ein berühmter Horrorfilm-Regisseur, und versucht, seinen Sohn dazu zu bringen, es wenigstens zuzugeben. Doch bei den Dreharbeiten in einer verlassenen Schule in einer verlassenen Stadt kriegt es auch Jacks Vater mit der Angst zu tun.

Wir bleiben den „Gänsehaut“-Büchlein noch etwas treu. In den beiden letzten Juli-Tagen hätte ich kein „richtiges“ Buch mehr geschafft. Aber ein „Gänsehaut“ am Abend geht immer.
Dieses hier fand ich recht durchwachsen.
Vor allem, weil die titelgebende Schule erst in der zweiten Hälfte ins Spiel kommt. Zuvor lernt man Jack und seinen Vater ausgieibg kennen. Und vor allem ihren ewigen Kampf darum, wer eigentlich recht hat. Jack, wenn er sagt, er hätte vor nichts Angst, schon lange nicht vor den Filmen seines Vaters. Oder eben Jacks Vater, der sich immer wieder Schikanen und streiche ausdenkt um Jack dazu zu bringen, seine angebliche Angst einzugesteht. Das ist zweimal ganz witzig, meinetwegen auch dreimal, aber dann reicht es irgendwo auch. Mir ging dieses „Ich habe keine Angst!“ – „Gib‘ zu, dass du Schiss hast“ nach einer Weile gehörig auf den Wecker.
Wenn dann endlich die Story um die Schule auf den Tisch kommt, hat man das Buch bereits halb durch. Aber immerhin kommt dann mal endlich Schwung in die Sache. Es gibt einige unheimliche Szenen und spätestens jetzt merkt man, dass Jack eben kein Angsthase ist. Stattdessen wird sein Vater ein bisschen zum Angsthasen. Und vor allem werden durch die Vorkommnisse seine Dreharbeiten sabotiert. So wenig ich ihn vorher wegen der Drangsaliererei von Jack mochte, nun tat er mir noch leid.
Die Auflösung kam dann überraschend. Zugegeben, damit hatte ich nicht gerechnet. Das gelingt den „Gänsehaut“-Büchern nicht so häufig, deshalb ist es erwähnens- und lobenswert.

Dieses Mal musste ich mich zusammenreißen, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Einfach weil es mich anfangs mit dem ewigen Hin und Her ein bisschen anödete. Das dämpft mein Lesetempo immer. Dafür ging es später wieder gewohnt zügig als es endlich um die Schule ging. Die Kapitel sind kurz wie gewohnt und der Schreibstil angenehm leicht.

Ich weiß nicht, ob es etwas Besonderes ist, aber mein Buch hat so einen Glitzerrahmen um das Bild von dem Ghul. Das passt für mich nicht richtig zu der Reihe, die ja gruselig sein möchte. Keine Ahnung, was man damit bezwecken möchte. Vielleicht, dass auch ein paar Mädels darauf aufmerksam werden?

Fazit:  Eine durchwachsene Geschichte. In der ersten Hälfte erreicht sie durch den ständigen Hickhack ein gewisses Nervpotenzial. In der zweiten Hälfte kommt dann endlich die Schule aus dem Titel ins Spiel und schon geht es auch spannungsmäßig aufwärts.


Titel: Gänsehaut (64) – Die Schule des Schreckens
Autor: R.L. Stine
Seiten: 125
Verlag: cbj / Random House
ISBN: 978-3570217863
Preis: gebraucht ab € 0,50 (TB)

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