Aug 21

Rezension – Ich koch dich tot – (K)ein Liebesroman ( Ellen Berg)

kochdichtotBeim ersten Mal ist es noch ein Versehen: Statt Pfeffer landet Rattengift im Gulasch – und schon ist Vivi ihren Haustyrannen Werner los. Als sie wenig später vom schönen Richard übel enttäuscht wird, greift sie erneut zum Kochlöffel. Fortan räumt Vivi all jene Fieslinge, die es nicht besser verdient haben, mit den Waffen einer Frau aus dem Weg – ihren Kochkünsten. Dann trifft sie Jan, der ihr alles verspricht, wovon sie immer geträumt hat. Vivi beschließt, dass jetzt Schluss sein muss mit dem kalten Morden über dampfenden Töpfen. Als ihr aber mehrere Unfälle passieren, keimt ein böser Verdacht in ihr. Sollte Jan ihr ähnlicher sein als gedacht? Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in diesen Schuft verliebt hat. Doch Vivis Kampfgeist ist geweckt.

Bei diesem Buch hatten mich Titel und Cover neugierig gemacht. Bisher kannte ich noch keines von Ellen Bergs Büchern.
Die ersten paar Zeilen fand ich recht verheißungsvoll. Es dauert keine Seite lang, da hat es Vivis Gatten durch eine böse Verwechselung bzw die Zweckentfremdung eines Pfefferstreuers dahingerafft. Bei der Vorstellung musste ich grinsen.
Anschließend verging mir das Grinsen dann ziemlich schnell, denn nun wird einem erstmal ein Einblick in Vivis und Werners Eheleben gewährt. Mit dem ist Vivi seit Jahren unzufrieden, und das wird lang und breit ausgewalzt. Ich mag es einfach nicht, wenn Frauen sich so als “Opfer” des Ehelebens betrachten. Ganz ehrlich, so blöd kann doch heutzutage keine Frau mehr sein, sich von ihrem Mann in diese Ecke drängen zu lassen und darin auch noch zu verharren, weil es eben das Einfachste ist! Die Frauen, die das heute noch dulden, die gehören -meiner Meinung nach- kräftig geschüttelt. Mindestens!
Aber auch wenn mich das ärgert, so sehe ich doch ein, dass Vivis Charakter anfangs so angelegt sein muss, weil sonst der Rest der Geschichte nicht funktionieren würde. Von nun an muss Vivi ihr Leben selbst in die Hand nehmen und auch, wenn ihr das zu Beginn noch etwas schwer fällt, so wird sie nach und nach immer besser darin und versteht es, die Vorzüge des Singledaseins auszukosten. Und dann taucht da dieser Traummann auf der Bildfläche auf, dem sie augenblicklich verfällt. Ich muss gestehen, obwohl ich ihr dieses Glück gönnte, fürchtete ich vom ersten Moment an ernsthaft um sein Leben.
Und nicht nur um seins! Vivi begegnet noch manch anderem Mann, der ihr entweder bei ihrem selbstbestimmten Leben in die Quere kommt, oder der sie schlichtweg enttäuscht oder bedrängt. Sobald bei dieser Geschichte ein Mann ins Spiel kommt, darf man sich begründet Sorgen um sein Leben machen. Wie ich finde, hatten sie es aber immerhin alle verdient.
Das ist zwar soweit ganz unterhaltsam, aber spätestens nach dem zweiten Mord wird die Geschichte somit ganz schön vohersehbar. Die große Frage ist allenfalls, wie Vivi sich der Störenfriede entledigt. Mit jedem Mord wird Vivi selbstbewusster, was mir einerseits ganz gut gefallen hat. Andererseits fand ich aber auch, dass sie zunehmend etepetete wird, was ich widerum gar nicht mag. Zwar nicht genug um sie mir unsympathisch zu machen, aber ab und zu ist es wirklich knapp was das angeht. Ich habe beim besten Willen nicht verstanden, worauf sie sich etwas einbildet.
So richtig Schwung und Spannung kam für mich damit rein, dass Vivi auf Jan trifft. Denn Jan ist ausgerechnet Kommissar! Und der perfekte Mord ist noch niemandem geglückt, das weiß selbst Vivi, die bis dahin äußerst souverän zu Werke ging. Zu allem Überfluss sieht Jan auch noch gut aus und nimmt den Mund oft ähnlich voll wie seine Vorgänger. Ich wusste nie, ob man ihm trauen kann. Und ich habe nur darauf gewartet, dass Vivi auch ihn ins Jenseits schickt. Oder dass er sich tatsächlich dran kriegt. Auch wenn ich sie hier und da etwas überheblich fand, das hätte ich ihr dann doch nicht gegönnt. Widerum, so kann es doch nicht enden! So etwas muss doch Konsequenzen haben! Wo bleibt denn sonst die Moral von der Geschicht’?
Ganz einfach: die vergessen wir ausnahmsweise. Muss auch mal sein.

Das Buch liest sich schon alleine wegen des feinen und oft bösen Humors wunderbar leicht. Für jemanden wie mich, der beim Lesen gerne mal lacht, ist das so ideal. Die Kapitel haben eine schöne Länge, die zum Weiterlesen einlädt und so flogen die Seiten nur so dahin.

Aus dem Covermotiv werde ich  nicht so recht schlau. Ich erinnere mich an keine Szene, in der ein Mann in einen Ofen schaut. Vivi ist es doch, die stets kocht! Aber lustig finde ich das Motiv trotzdem irgendwie. Es kommt schön die Gegensätzlichkeit zwischen der Frau und dem Mann rüber. Sie, schick gekleidet und ausgehbereit, er in Hosenträgern und Puschen vor dem heimischen Herd.

Fazit:  Für mich war “Ich koch dich tot” ein unterhaltsamer Roman-Happen für zwischendurch. Mir hat der böse Humor prima gefallen und ja, ich fand durchaus, dass die Herren ihr Schicksal verdient hatten. Mit Vivi war es so eine Sache. Eigentlich mochte ich sie ganz gerne, aber ab und zu wirkte sie mir doch zu überheblich und grundlos etepetete. Mit Jan kam dann  echte Spannung in die Geschichte. Es kann gut sein, dass ich mal wieder ein Buch von Ellen Berg lese.


Titel:  Ich koch dich tot – (K)ein Liebesroman
Autor: Ellen Berg
Seiten:  308
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN: 978-3746629315
Preis:  € 9,99 (TB)

Aug 19

[Flohmarkt] 6 Bücher von R.L. Stine – Gänsehaut – Fear Street

Ich habe diese sechs Bücher von R.L. Stine abzugeben.
Sie sind natürlich schon  etwas älter und sehen gebraucht aus, aber alle Seiten sind noch drin und sitzen fest.

Ich hätte gerne € 5,00 plus Porto für das komplette Paket.
Ob Hermes oder DHL dürft ihr entscheiden.

Du möchtest das Paket haben, dann melde dich hier im Kommentar oder schreibe eine Mail an leserattz@reziratte.de

Da mir der Platz fehlt, die Bücher länger aufzubewahren, reserviere ich nicht.
Ich bitte um Verständnis dafür :)

stine

Aug 18

[Aktion] Red Bug Charity – Autor Nr. 3

bugAller guten Dinge sind drei!

Heute wurde der dritte Autor der Charity Aktion von Red Bug Books! bekanntgegeben!

Der erste Autor, den ich bis heute gar nicht kannte.
Ich denke, das muss ich ändern ;)

Bitte Haltung annehmen, für

Anja Fröhlich

anjafroehlich

Anja Fröhlich, geboren 1964, verbrachte ihre Kindheit zur Hälfte im sonnigen Rom und zur anderen Hälfte im kalten Sauerland.
Nach dem Abitur studierte sie Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie in Köln. Sie arbeitete als Werbetexterin, Filmkritikerin und Autorin. 2001 erschien ihr erster Roman.
Es folgten zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, die mehrfach übersetzt und ausgezeichnet wurden.

Vielleicht kennt ihr ja die “Miss Krassikowski”- Reihe oder das Buch “Love to go” von Anja Fröhlich?

Katrin Bongards Interview mit Anja Fröhlich findet ihr hier:

zum Interview!

Aug 18

Rezension – Stolperherz (Britta Sabbag)

stolperherzSanny kann ihr Glück kaum fassen: Ausgerechnet Greg, der coole Bassist der Schulband Crystal, lädt sie ein, bei der letzten Probe vor den Sommerferien dabei zu sein. Doch es kommt noch besser: Die Jungs fragen sie, ob sie Lust hat, die Band auf ihrer Tour zu begleiten. Bisher war Sanny immer nur das unscheinbare Mädchen mit dem Stolperherzen, so genannt, weil sie mit einem Herzfehler geboren wurde. Doch Sanny zögert nicht lange – tischt ihrer Mutter kurzerhand eine Lüge auf und steht am nächsten Morgen pünktlich am Treffpunkt. Und einmal unterwegs beginnt für Sanny die aufregendste Zeit ihres Lebens.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein Buch gelesen habe und nach dem anschließenden Stichwortenotieren ein Zettelchen voll mit Lob und positiven Punkten vor mir liegt. Leider ist das sehr selten, aber bei “Stolperherz” hielt ich endlich  wieder ein solches Komplimentezettelchen in der Hand.
Ich weiß gar nicht, wo ich zu loben anfangen soll…
Am besten vielleicht bei Sanni, die ich vom ersten Moment an mochte. Natürlich tat sie mir leid wegen ihrer Krankheit, aber noch viel mehr habe ich sie bewundert. Für ihre guten Nerven, mit denen sie ihre überbesorgte Mutter aushält, für ihren Humor, den sie sich trotz allem bewahrt hat, für ihren Mut, sich über alle Verbote hinwegzusetzen und mit den Jungs auf Tour zu gehen und für ihren Willen, sich nicht von Kira und Michelle ausbooten zu lassen. Außerdem konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Es war für mich teilweise erschreckend wie ähnlich sich Sanni und ich (damals mit 15 Jahren) sind. Diese Schüchternheit und diese Unsicherheit, die Angst vor allen möglichen Dingen wie zB dem freien Sprechen vor eine Gruppe Leute usw. Darin habe ich mich so wiedergefunden, dass es ein Leichtes war, mich in Sanni hineinzufühlen.
Den nächsten Kelch Lob schütte ich über der Geschichte an sich aus. Welches Teeniemädel träumt nicht mal davon, mit einer Band auf Tour zu gehen? Sanni hat dieses Glück. Auch wenn sie nicht die Spitzenreiter der Charts begleitet, sondern eine eher lokal berühmte Band. Für sie ist es trotzdem das größte Abenteuer. Unter anderem, weil ein gewisser süßer Bassist natürlich mit von der Partie ist. Von Luxus und Starallüren ist hier weit und breit nichts zu finden. Man stapelt sich zum Schlafen in winzigen Zimmern oder gar dem Tourbus, die Clubbesitzer sind oft reichlich schräg drauf, aber ich habe das so als schön realistisch empfunden. Welche Schülerband darf schon in Luxussuiten nächtigen? Wohl keine.
Gerade weil es oft so unkomfortabel ist, immer wieder Probleme auftauchen und die Clubs meist Räucherbuden sind, kam bei mir beim Lesen dieses Gefühl einer solchen Tour umso besser auf. Das hat viel mehr Charme und Abenteuer als wenn man über eine glitzernde Musikwelt lesen würde. Ich war einige Male wirklich neidisch auf Sanni. Solch ein Abenteuer könnte mir auch gefallen und entsprechend gespannt habe ich es verfolgt.Vor allem auch, weil man dabei die die gleiche Freiheit spürt, die Sanni empfindet. Ich habe es ihr von Herzen gegönnt.
Als ebenso realistisch habe ich es es empfunden, dass Sanni nicht ab dem Moment, in dem sie in den Tourbus steigt, von allem akzeptiert und gemocht wird. Das wäre seltsam gewesen, wo sich fast alle vorher eher über sie lustig gemacht haben. Aber Sanni kämpft. Auf ihre zurückhaltende Art, aber sie kämpft und hält durch. Da ist es schön zu verfolgen, wie sie, die Jungs von der Band und die beiden anderen Mädchen sich allmählich einander annähern. Dabei muss Sanni zwar oft einstecken, doch sie lässt sich nicht beirren. Das fand ich toll! Und es macht sie nach und nach ein ganzes Stücke selbstbewusster und mutiger, ohne dass sie dabei ihr zurückhaltendes Wesen verliert. Sanni bleibt trotz allem ganz sie selbst.
Die Lovestory hier kommt eher dezent daher, was aber gut passt. Das ist süß und wunderschön und es passt zu Sannis Wesen.
Trotz aller Begeisterung habe ich mir ab und zu aber doch Sorgen gemacht, dass dieser Traum schneller endet als es Sanni und mir lieb sein konnte. Immerhin hat sie zuhause eine Lüge aufgetischt um mitfahren zu können und Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Außerdem ist da ja immer noch Sannis Herzfehler. Ich habe immer wieder besorgt überlegt, wann ihr eines von beiden zum Verhängnis werden würde. Und ein bisschen schlechtes Gewissen ihrer Mutter gegenüber hatte ich auch.
Dass einer der Auftritte der Band auf dem Manschseefest in Hannover stattfindet, hat mich zusätzlich begeistert. Das Fest ist so klasse, ich war total begeistert als ich letztes Jahr dort war. Es ist immer toll,  wenn man sich beim Lesen alles so gut vorstellen kann.
Am Ende der Geschichte hat man genau wie Sanni eine Menge darüber gelernt, was Mut ist. Dass es manchmal lohnt, etwas Verrücktes zu tun. Dass man immer man selbst bleiben sollte und sich trotzdem weiterentwickeln kann. Dass der erste Eindruck täuschen kann und nicht entscheidend sein sollte. Dass jeder so seine Schwächen hat. Dass Freundschaftenschließen und Erwachsenwerden manchmal gar nicht so leicht ist, es aber lohnt, sich im positiven Sinne “durchzubeißen”. Hach, ich könnte noch ewig weiter schwärmen!

Wenn man so begeistert von einer Geschichte ist, dann liest sie sich selbstverständlich auch weg wie nichts. Speziell Sannis Humor hat mir das Lesen super leicht gemacht. Ich habe oft schmunzeln und sogar lachen müssen und konnte einfach nicht genug davon kriegen. Wen wundert es da, dass ich das Buch an einem Abend ausgelesen habe?

Vom Cover war ich sofort begeistert. So schön bunt und cool mit dem alten VW-Bus! Und dass es um Musik und Liebe geht, das sieht man ebenfalls auf den ersten Blick. Für mich vermittelt allein dieses Motiv irgendwie schon das Gefühl von Freiheit, Abenteuer und Glück.

Fazit:  Eine rundum wunderschöne Geschichte, nicht nur für Teeniemädels. Zum Lachen, zum Weinen, zum Mitfiebern, zum Träumen, einfach zum Wohlfühlen. Meine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Lübve Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Titel: Stolperherz
Autor: Britta Sabbag
Seiten: 203
Verlag: Lübbe Verlag
ISBN: 978-3414823816
Preis: € 12,99 (HC)

Aug 17

Neu im Regal!

Fast wäre es wieder ein Sonntag ohne einen “Neu im Regal”-Artikel geworde, aber dann kam heute ein Flohmarkt. Der war trotz des unbeständigen Wetters überraschend groß mit vielen privaten Verkäufern. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, deshalb freue ich mich umso mehr über die Ausbeute:

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Und die beiden Bücher einzeln:

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“Die Rottentodds – Der fiese Fall des Hannibal” (Harald Tonollo)

Hannibal ist wie vom Erdboden verschluckt! Als die Suche nach dem Mini-Yorkshire-Terrier erfolglos endet, bricht bei den Rottentodds die Panik aus. Wo könnte der Kleine nur stecken? Erst der Brief eines Unbekannten gibt Gewissheit: Hannibal wurde entführt. Doch statt den Anweisungen der Kidnapper zu folgen, schmieden Polly, Pampe und Palme einen gefährlichen Plan, um ihren vierbeinigen Freund zurückzubekommen. Die Rottentodds wären schließlich nicht die Rottentodds, wenn sie sich so einfach geschlagen gäben.

“Schattenwelt – Ich krieg dich doch!” (R.L. Stine)

Randy rennt, so schnell sie kann. Denn Pete ist hinter ihr her. Pete, der Geisterjunge, mit dem alle Kinder aus Shadyside einmal im Jahr Verstecken spielen müssen. Wenn er sie fängt, hat er ein Jahr lang die Kontrolle über ihren Körper. Aber Randy will auf keinen Fall schleimige Würmer essen. Und schon gar nicht auf dem Friedhof wohnen.

Aug 15

Rezension – Raum 213 – Arglose Angst (Amy Crossing)

raum213-2Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben – oder hat es nicht überlebt! Madison kann ihr Glück kaum fassen: Sie ist auf eine exklusive Party eingeladen, auf der auch ihr großer Schwarm Elijah sein wird! Aber die Party findet in Raum 213 statt – und jeder weiß, dass in diesem Raum unheimliche und lebensgefährliche Dinge passieren können. Madison geht das Risiko ein und rutscht schnell von der Party ihres Lebens in einen unfassbaren Albtraum.

Band 1 dieser Reihe konnte mich zwar nicht komplett begeistern, war aber von der Grundidee her immerhin so interessant, dass ich an der Serie drangeblieben bin.
Wenn man den Vorgänger kennt, dann weiß man natürlich bereits, dass mit diesem Raum 213 an der Eerie High School irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Dass es dort zu seltsamen Vorfällen gekommen ist und dass die wildesten Gerüchte kursieren, die man als Schüler dort besser ernst nehmen sollte. Kennt man Band 1 nicht, so ist das aber kein Problem. Man kann problemlos mit diesem Teil in die Reihe einsteigen, denn er gibt einem genau wie Band 1 alles nötige Wissen über Raum 213 dafür an die Hand. Außerdem dreht sich die Geschichte um andere Figuren. So sind auch in dieser Hinsicht keine Vorkenntnisse nötig.
Bereits auf der dritten Seite hält Madison die geheimnisvolle Einladung zur Party in Raum 213 in der Hand, die mit dem Satz “Bewahre Stillschweigen, sonst könnte das deine letzte Party gewesen sein…und sei pünktlich!” endet.  Weil das Verbotene schon immer einen besonderen Reiz ausgeübt hat, beschließt Madison wider besseren Wissens zur Party zu gehen. Außerdem wird auch ihr großer Schwarm Elijah mit von der Partie sein. Zunächst ist die Geschichte also eine relativ normale Teenie-High-School-Lovestory, was zumindest für mich etwas Klassisches hat. So etwas habe ich früher geliebt und heute versetzt es mich stets um die paar Jahre zurück, was ich wirklich schön finde.
Schon als sich die eingeladenen Kids abends vor der Schule treffen, geschieht Seltsames. Niemand ist da um sie in die Schule zu lassen. Wer hat sie eingeladen? Dann taucht der seltsame Sohn des Hausmeisters auf (den ich schon ganz schön gruselig fand) und lässt sie hinein. Ich weiß noch ganz genau, wie gruselig ich meine alte Grundschule früher fand. Entsprechend gut konnte ich Madisons Angst nachvollziehen als sie durch die dunklen Flure zu Raum 213 gehen. Hier war also schon die erste Gänsehaut fällig.
In Raum 213 angekommen, sieht zunächst alles nach einer ganz normalen Party aus. Musik, Alkohol, Tanzen und Knutschen, besser könnte es nicht sein. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall und plötzlich wollen alle nur noch raus aus Raum 213. Da entfaltet dieser sein unheimliches Eigenleben. Die Tür lässt sich nicht mehr öffnen, die Lichter fallen teilweise aus und die Musik verändert sich. Was wird noch geschehen?
Ich fand das sehr anschaulich und eindringlich beschrieben. So konnte ich mir gut vorstellen, wie es in diesem finsteren Raum mit den zuckenden Lichtern und der psychedelischen Musik sein muss, wenn man nichts mehr richtig sehen und hören kann. Wenn also quasi die wichtigsten Sinne in solch einer Situation ausgeschaltet sind. Ich konnte die Panik der Kids gut nachvollziehen und fand besonders die Erscheinungen gruselig, die sie sehen. Sei es eine Fratze im Fenster oder auch ein Kreuz auf dem Schulhof. Anfangs versuchen sie noch, Ruhe zu bewahren, aber all das sorgt schnell dafür, dass die Stimmung kippt und Panik aufkommt. Zu lesen, wie einige der anfangs so vernünftigen Kids regelrecht den Verstand zu verlieren scheinen, das ist nicht ohne!
Das Geheimnis um Raum 213 wird natürlich auch in diesem Band (noch?) nicht aufgelöst, dafür bekommt man aber eine Antwort auf die Frage, wer hinter der Einladung und dem dramatischen Vorfall steckt. Wer an den Einladungen beteiligt war, hatte ich mir zwar schon gedacht, aber wer das Drama angezettelt hat, das hat mich doch überrascht. Ich fand nur das Motiv etwas schwach, zumal das vorher nicht mal angedeutet wird. Also denke ich wie Madison, dass der Raum selber auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Party so ausgeufert ist.

Band 1 habe ich mir noch eingeteilt um ihn besser genießen zu können. Bei Band 2 ging das nicht und ich habe ihn in einem Rutsch gelesen. Aber ich habe länger dafür gebraucht als es beim ersten Teil sicher gedauert hätte. Denn als die Party ihre verhängnisvolle Wendung nimmt, ist es mit den Dialogen, die sich so leicht lesen lassen, weitestgehend vorbei. Stattdessen wird beschrieben, was vor allem Madison in dem Raum sieht und erlebt, und solche Schilderungen lesen sich naturgemäßig nicht so flott. Sonst bin ich kein Fan davon, aber hier wirkt die Story genau deshalb so gut, weil die Ereignisse in Raum 213 so intensiv beschrieben werden.

Ich weiß immer noch nicht, was es mit der Covergestaltung dieser Reihe auf sich hat. Nach Thriller sieht das auch bei diesem zweiten Band nicht aus. Aber aus den roten Farbklecksen kann man mit etwas Phantasie wenigstens Blutstropfen machen. Enttäuschend fand ich es, dass dieses Mal kein Downloadcode für das eBook beilag.

Fazit: Kurz und knapp: wow! Ein super spannender und gruseliger zweiter Band, der seinem Vorgänger spielend den Rang abläuft. Lediglich am Ende offenbarte sich eine kleine Schwäche, die für mich aber nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Die Reihe steigert sich, was mich wirklich freut und mir Lust auf Band 3 und 4 macht, die sicher bald gelesen werden.


Titel: Raum 213 (02)) – Arglose Angst
Autor: Amy Crossing
Seiten: 159
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785578728
Preis: € 7,95 (Broschiert)

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Aug 12

Rezension – Der Gesang des Blutes (Andreas Winkelmann)

gesangblutEs ist im Keller. Und bald kommt es herauf. Die eigenen vier Wände auf dem Land: für Kristin und Tom geht ein Traum in Erfüllung. Doch die junge Mutter beschleicht von Anfang an ein ungutes Gefühl. Das alte Haus ist ihr unheimlich. Als Tom kurz nach dem Einzug überraschend stirbt, werden Kristins Ängste von Tag zu Tag schlimmer. Sie hört Stimmen, und nachts träumt sie von einer Gestalt, über die man im Dorf spricht: von einem Scherenschleifer, der hier vor langer Zeit eine Frau getötet haben soll. Kristin glaubt, langsam verrückt zu werden. Die Dorfbewohner raten ihr, das neue Heim so schnell wie möglich zu verlassen. Sie entschließt sich, zu bleiben.

Mit Andreas Winkelmanns Thrillern habe ich bislang keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht. Manche waren zwar besser als andere, aber das ist wohl normal. Entsprechend musste “Der Gesang des Blutes” unbedingt mit als ich es im Buchladen entdeckte. Der Klappentext klang absolut nach meinem Geschmack!
Die Geschichte ließ sich nicht übel an. Ein junges Pärchen zieht in ein abgelegenes, altes Haus auf dem Lande. Der Frau, Kristin, ist zwar nicht ganz wohl dabei, vor allem wegen des Kellers, aber sie weiß, dass sie eine blühende Phantasie hat und lässt sich deshalb trotzdem darauf ein. Als Leser ahnt man da natürlich, dass an ihrer Vorahnung womöglich doch etwas dran sein könnte und auch die Geheimniskrämerei im Dorf lässt darauf schließen, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt. Das macht Hoffnung auf eine spannende und geheimnisvolle Story.
Allerdings wechselt der Schauplatz bald und es kommen weitere Figuren ins Spiel und mit ihnen ein Handlungsstrang, der sowas von überhaupt nicht mein Fall war. Ganz ehrlich: hätte auf dem Klappentext etwas von einem Bankräuber gestanden, der von zwei Typen verfolgt wird, die ihn schließlich umbringen, was sich dann aber als Irrtum herausstellt und die nun selber gejagt werden, dann hätte ich das Buch definitiv auf seinem Büchertisch liegen lassen. Was ist daran bitte Thriller? Sowas tischt einem so mancher “Tatort” am Sonntagbend auf! Ich konnte mir zudem üebrhaupt nicht vorstellen, wo sich da ein Zusammenhang mit dem Teil der Handlung bei Kristin, Tom und Lisa ergeben sollte.
Deren Part gefiel  besser. Das Haus und sein Keller blieben für mich geheimnisvoll und ich habe stetig  versucht, die Einblicke in die Vergangenheit mit Kristins Heute in Verbindung zu bringen. Sowas mag ich. Den Keller selber hätte man aber noch etwas gruseliger in Szene setzen können, da fehlte mich quasi der letzte Pfiff. Und  Kristin ging mit manchmal auf die Nerven. Wie kann man alles rund um den Alltag dem Mann überlassen und sich auf diese Weise so unfähig für das Leben machen lassen? Und nicht mal als Kristins Probleme wirklich bedrohlich werden, kriegt sie so richtig den Hintern hoch! Trauer hin oder her, aber wenn man bereits mit einem Bein auf der Straße steht, sollte man schon aufwachen. Ich hätte sie schütteln mögen!
Das Ende und die Auflösung selbst waren auch so eine Sache. Zwar ergab sich irgendwann tatsächlich ein Zusammenhang mit der Handlung um die beiden Bankräuberjäger, aber glaubwürdig sieht anders aus. Ausgerechnet bei dem abgebrühtesten der beiden bricht am Ende der Wohltäter durch. Ich dachte, ich lese nicht richtig! Hallo, Robin Hood, was machst du denn in einem Thriller?
Obwohl, ist “Der Gesang des Blutes” überhaupt ein Thriller? Für mich mischt hier dafür zu viel Übersinnliches mit. Von in mehrere Prsönlichkeiten gespaltene Menschen habe ich in Thrillern schon einiges gelesen. So etwas gibt es. Aber dieses Hineinschlüpfen in Menschen von anno Schnuff ist eine ganz andere Nummer. Dass Kristin im Haus Stimmen hört, habe ich anfangs noch auf ihre überreizte Phantasie geschoben, doch dann hören auch noch andere diese Stimmen. Körperlose Stimmen? Das ist doch keine Gruselgeschichte, sondern ein Thriller! Und ich war so neugierig gewesen, wie die Ereignisse am Ende realistisch erklärt werden würden!

Ich habe mich noch nie durch einen Thriller von Andreas Winkelmann hindurchkämpfen müssen. Dann kam “Der Gesang des Blutes”. Vor allem die Kapitel um die beiden Verfolger des Bankräubers hätte ich gerne übersprungen. Die lasen sich unheimlich zäh. Der Part um Kristin dagegen flog eher dahin. Immerhin haben die Kapitel eine feine Länge um doch noch eins (oder zwei oder drei) zu genehmigen.

Ein Thriller mit einem leuchtend gelben Cover! Das fällt auf dem Büchertisch natürlich auf. Und das Blut passt so prima zum Titel. Dahinter ist die Kellertreppe zu sehen, die ich aber erst auf den zweiten Blick erkannt habe. Das Gelb und Rot lenkt davon ganz schön ab.

Fazit:  In Summe hat mich mit “Der Gesang des Blutes” zum ersten Mal ein Thriller von Andreas Winkelmann enttäuscht. Vor allem weil es zur Häfte überhaupt nicht um das geht, wovon im Klappentext die Rede ist! Den ganzen Part um den Bankraub und seine Folgen hätte man für mich gerne erheblich kürzer fassen dürfen. Diese Ausführlichkeit wäre für das wenig glaubhaften Ende überhaupt nicht nötig gewesen. Außerdem hatte mir die Story einen zu deutlichen Einschlag hin zu einer Gruselgeschichte. Ein Thriller sollte für mich aber realistisch bleiben. Und Kristin mit ihrer Kopf-in-denSand-Mentalität nervt ganz ordentlich.


Titel:  Der Gesang des Blutes
Autor:  Andreas Winkelmann
Seiten:  336
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499266669
Preis:  € 9,99 (TB)

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Aug 10

Neu im Regal!

Es ist selten geworden in letzter Zeit, aber in dieser Woche sind zwei neue Bücher bei mir eingezogen.

Beide standen auf meinem Wunschzettel, deshalb freue ich mich ganz besonders darüber.
Mit “Salt & Storm” habe ich bereits begonnen.

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“Salt & Storm. Für ewige Zeiten” (Kendall Kulper)

Seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island ohne einen Talisman der mächtigen Roe-Frauen. Avery ist die Jüngste und Letzte ihrer Linie. Nimmt sie ihr Erbe an, wird sie Macht über das Meer, den Sturm, das Glück und die Liebe haben. Doch sie weiß noch nicht, dass der Preis dafür ihr eigenes gebrochenes Herz sein wird. Verweigert sie sich ihrem Schicksal, muss sie sterben.

“Rock War – Unter Strom” (Robert Muchamore)

Drei Teens. Der Wettkampf ihres Lebens. Es winken Geld, Ruhm, und eine Karriere als Rockstar.

Jay spielt Gitarre und schreibt Songs – doch seine Großfamilie und ein miserabler Drummer verhindern seinen größten Traum: Rockstar zu werden. Summer hat für kaum etwas anderes Zeit, als ihre schwerkranke Großmutter zu pflegen. Doch Summers Stimme ist dazu gemacht, Millionen zu begeistern – wenn ihr Lampenfieber es zulässt. Dylan liebt nichts mehr als das Nichtstun. Erst als der Rugby-Coach seiner Schule droht, ihn auf dem Rasen zu atomisieren, tritt Dylan widerstrebend einer Band bei – und entdeckt sein Talent. Alle drei stehen kurz vor dem größten Wettkampf ihres Lebens. Und sie spielen um alles.

Aug 09

Rezension – Mystery Thriller 10/2000 – Die Puppe (Diane Hoh)

mys102000Es ist ein fieses Spiel: Jaye will bei einer Halloween-Party als Bacuhrednerin auftreten – die Puppe soll dabei allerdings die kleine zierliche Fiona sein, eine Außenseiterin an der Uni Salem, die sich sehnlichst eine so tolle Clique wünscht. Kein Wunder, dass Fiona begeistert zusagt, aber auch kein Wunder, dass sie bitterböse reagiert, als Jaye sie nach dem tollen Auftritt spöttisch abblitzen lässt. Ab jetzt soll Jaye nichts mehr zu lachen haben! Und wirklich wird ihr Leben zu einem Albtraum.

Heute gibt es mal wieder eine Rezension zu einem meiner geliebten Mystery Thriller Heftchen. Die Geschichten rund um die Salem Universität und das Wohnheim Nightmare Hall haben es mir dabei besonders angetan.
Den Anfang von “Die Puppe” fand ich allerdings eher durchwachsen. Erstens habe ich die Geschichten, die sich die Studentenclique auf ihrer Halloween-Party erzählt, nicht als besonders gruselig empfunden. Zweitens konnte ich mir das mit Fiona als Bauchrednerpuppe schlecht vorstellen. Um bei Jaye auf dem Schoß sitzen zu können, muss Fiona wirklich sehr klein sein. Oder Jaye ist ungewöhnlich groß, doch davon ist nirgends die Rede. So ergab sich für mich kein glaubhaftes Bild der Situation.
Lange hält sie aber auch nicht an, somit fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht. Als Jaye Fiona nach dem Auftritt eiskalt abblitzen lässt, rastet Fiona aus. Sie posaunt wilde Behauptungen über Jayes Freunde von der Bühne herunter, die ihr Jaye angeblich anvertraut hat. Tatsächlich dreht sie Jaye aber nur die Worte um Munde herum. Doch natürlich sind Jayes Freunde zutiefst beleidgt und verletzt.
Als schon kurz darauf der erste Anschlag auf Jaye verübt wird, weiß man also nicht so recht, wenn man verdächtigen soll. Fiona, oder doch eher einen oder mehrere von Jayes Freunden? Ich habe lange gegrübelt. Fiona als Täter schien mir zu offensichtlich, aber es deutete so vieles auf sie hin. Jayes Freunde? Die kamen eigentlich alle infrage, denn sie alle hatten bei der Show ihr Fett weg bekommen. Das hat die Geschichte für mich spannend gemacht. Und ich habe mich auf die falsche Fährte locken lassen, sodass ich am Ende eine Überraschung erlebt habe.
Die Anschläge auf Jaye sind nicht ohne und tatsächlich sehr gefährlich. Kinderkram ist das alles nicht, auch wenn man es bei einem Romanheftchen vielleicht vermuten könnte. Aber was sich Thriller nennen will, sollte halt etwas Ordentliches bieten. Das gelingt hier ganz gut. Lediglich über das Wagenrad im Haus habe ich mich gewundert. Wer hat denn so ein Riesending in seiner Studentenbude? Das darf man sich genauso wenig bildlich vorstellen wie die Bauchrednerpuppenszene. Einfach hinnehmen und gut.
Am Ende -das ist bei den Mystery Thrillern schon fast üblich- präsentiert der Täter seine Motive ganz freiwillig. Er ist sich sicher, dass Jaye ihm nicht mehr entkommen kann, also kann er genauso gut die Katze aus dem Sack lassen. Und wie er im Zuge seiner Ansprache selber sagt, sind aus diesem Motiv heraus schon unzählige Verbrechen verübt worden. Das stimmt sicher, dennoch fand ich es etwas arg dünn geraten. Da hatte ich eine beeindruckendere Auflösung erwartet.

Für mich sind diese Heftchen nette Lesesnacks für zwischendurch. 127 Seiten lesen sich leicht, wenn die Story stimmt. Es gibt viele Dialoge, die Kapitel haben eine Länge, die einen leicht dazu verleitet, noch eins oder zwei (oder drei oder vier oder…) mehr zu lesen, wenn man erstmal angefangen hat.

Ich mag keine Clowns. Ich habe sogar Angst vor ihnen. Deshalb ist mir das Covermotiv eine Gänsehaut wert. Wer genauso “ES”geschädigt ist wie ich, dem wird es ebenfalls so gehen. Man sieht aber genau, dass es keine Puppe ist. Deshalb fragt man sich, was der Clown wohl mit einer Geschichte um eine Puppe zu tun hat.

Fazit:  Der Anfang fällt etwas dünn aus, doch mit den Anschlägen auf Jaye kommt Spannung und Tempo in die Story. Man kann gut mitknobeln, was mir immer wieder viel Spass macht. Vor allem, wenn ich auf eine Finter hereinfalle wie hier. Dann gibt es am Ende eine echte Überraschung. Nicht der beste Mystery Thriller um Nightmare Hall und die Salem Universität, aber dennoch ein kurzweiliges Lesevergnügen.


Titel:  Mystery Thriller – Die Puppe  (Heft 10 / 2000)
Autor: Diane Hoh
Seiten:  ca. 127
Verlag: Cora Verlag
ASIN: B006ELV6PW
Preis:  DM 3,80 (gedruckt)

Aug 07

Testbericht – Schneider 7er-Set Visco Glide Kugelschreiber

stifteDa ich trotz PC und Handy mit ihren Notiz- und Sprachmemofunktionen immer noch sehr gerne und viel mit der Hand schreibe, freue ich mich über jeden guten Kugelschreiber oder sonstigen Schreibstift. Aber ich bin auch wählerisch.

Bei diesem Set fiel mir als erstes auf, dass es aussieht als fehle ein Stift. Es ist noch Platz im Etui neben den vorhandenen Stiften. Wenn ich das Set für unterwegs mitnehme, bringe ich dort gerne zB einen Bleistift zusätzlich unter. Man sollte ja keinen Platz verschwenden.

Das Set enthält einen Druckkugelschreiber Slider Rave XB und sechs Kugelschreiber ohne Klick der Sorte Slider Basic XB.

Der Druckkugelschreiber hat bei mir einen sehr, sehr guten Eindruck hinterlassen! Er ist recht dick und etwas schwerer als die anderen Stifte. Dadurch liegt er gut und fest in der Hand. Die Gummierung gibt den Fingern beim Schreiben den nötige Halt. Der Kuli schreibt sehr angenehm weich und von der Strichbreite her etwas breiter. Also genau wie ich es mag. Die Farbe ist durchgängig und satt. Dennoch drückt sie nicht auf die Rückseite vom Blatt durch und verschmiert auch nicht, wenn man versehentlich darüber wischt. Der Kuli schreibt zuverlässig und ohne zu klecksen. Auch wenn er ein paar Tage nicht benutzt wurde, muss er sich nicht erst wieder “in die Gänge” klecksen und schreiben. Die Mine ist ersetzbar. So gerne wie ich mit diesem Kugelschreiber schreibe, finde ich das natürlich toll!

kuli

Die Kugelschreiber mit der Verschlusskappe sind dünner. Dadurch liegen sie für mein Empfinden nicht so fest und gut in der Hand. Sie schreiben ebenfalls flüssig durchgängig, kleckserfrei und in satter Farbe. Allerdings kommt mir die Mine dünner vor als beim Druckkugelschreiber, weswegen ich das Schreibgefühl als nicht so angenehm empfinde. Ich mag beim Schreiben eben weich und breit. Außerdem ist die Farbe beim Drüberstreichen ein ganz kleines bisschen verwischt. Kaum der Rede wert und kein Grund für eine Beschwerde, aber so im direkten Vergleich zum Druckkugelschreiber ist es mir aufgefallen.

glider
Die Verschlusskappe schließt sehr streng. Beim ersten Abziehen braucht man schon etwas Kraft, danach geht es leichter. Ob die Stifte auch ohne diese Kapsel nicht austrocknen, kann ich nicht sagen (wenn es stimmt, umso besser). Da ist eine Kappe dabei, dann gehört sie auch da drauf, da bin ich ordentlich. Auf jeden Fall schützt sie den Stift sicher, sogar wenn er mal vom Schreibtisch fällt. Die Kapsel bleibt fest drauf.

Fazit: Würde ich Schulnoten vergeben, bekäme der Druckkugelschreiber eine 1+. Sehr handlich, angenehmes Schreibgefühl und einwandfreies Schriftbild. Die anderen Kugelschreiber schreiben nicht ganz so angenehm weich, aber auch ihr Schriftbild gibt kaum Anlass für Beanstandungen. Für das bisschen Verwischen muss man schon ganz genau hinschauen. Visco Glide ist eine feine Sache!

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttesterprogramms!


Name: Schneider XB 7er-Etui, Visco Glide Kugelschreiber
Inhalt: 6 x Slider Basic XB, 1 x Slider Rave XB
Schreibfarbe: Blau
Preis: € 11,58

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