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Jul 02

Rezension – Damian – Die Stadt der gefallenen Engel (Rainer Wekwerth)

Lara will ein paar aufregende Tage in Berlin verbringen. Doch hinter der Fassade der Großstadt verbirgt sich eine Welt, in der dunkle Kreaturen einen verbitterten Kampf austragen. Als Lara Damian kennenlernt, weiß sie nicht, dass sich durch ihn eine alte Prophezeiung erfüllen soll. Ein düsteres Familiengeheimnis legt sich wie ein Schatten über die beiden und bedroht ihre Liebe und ihr Leben.

„Damian“ ist eines der seltenen Bücher, bei deren Anblick alleine, ich schon sicher war, dass mir die Geschichte hinter dem wunderschönen Cover gefallen würde. Dabei bin ich ja an sich Engels-Fantasy gegenüber eher skeptisch, zumal mir da bislang gerade mal eine Geschichte richtig gefallen hat, nämlich Insabel Abedis „Lucian“.
„Lucian“ hat in dieser persönlichen Hitliste nun Gesellschaft bekommen, denn „Damian“ wanderte schon nach wenigen Seiten direkt ganz nach oben. Das liegt selbstverständlich auch daran, dass ich Berlin liebe und „Damian“ ja genau dort spielt. Aber hauptsächlich liegt es daran, dass Rainer Wekwerth hier eine Urban-Fantasy-Geschichte erdacht hat, die genau das richtige Maß -jedenfalls für mich- zwischen Handlung in der Realität und Handlung in phantastischen Welten findet.
Der größte Teil der Geschichte spielt bei Lara und ihren Eltern in der Wirklichkeit und das Phantastische „schleicht“ sich quasi in Gestalt pahnatstischer Charaktere dort ein. Es gibt aber auch Kapitel, die nicht im realen Berlin spielen, sondern -halbe Sachen macht die Story nicht- direkt in der Hölle beim Leibhaftigen (den ich übrigens sehr unterhaltsam fand). Rainer Wekwerth schildert diesen Ort und seine Bewohner sehr anschaulich, aber nicht übermäßig ausschweifend, was mir sehr gefallen hat. So ist die Szenerie gut vorstellbar und der Fokus bleibt stets auf die Story gerichtet.
Die Geschichte ist sehr spannend, denn anfangs ist man ähnlich ahnungslos wie Lara, und erst nach und nach versteht man zusammen mit ihr, was genau eigentlich vor sicht geht. Einmal durch Laras Erlebnisse und Nachforschungen, aber auch dadurch, dass die Geschichte eben aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Meist ist man mit Lara „zusammen“, dann wieder mit den Engeln, dann mit den Dämonen oder eben auch mit Satan. So setzt sich der Zusammenhang wie ein Puzzle immer mehr zusammen und außerdem spürt man dadurch auch, wie sich langsam die Schlinge um Lara und ihr Schicksal zusammenzieht und das Finale naht.
Übrigens hat es mich sehr beeindruckt, dass Satan als Charakter dabei ist. Engel, Dämonen, gefallene Engel, die trifft man letzthin in unzählichen Geschichten an, aber Satan persönlich? Das ist schon sehr ungewöhnlich, auch etwas gewagt, aber in jedem Falle etwas Besonderes.
Natürlich, in eine Fantasy-Geschichte für Jugendliche darf heute eines auf keinen Fall fehlen: eine schöne, aber eben auch tragische Liebesgeschichte. Da bildet auch „Damian“ keine Ausnahme. Genau genommen hätte Lara ohne ihre Liebe zu Damian einen ganzen Sack an Problemen weniger. Jedenfalls ist es eine sehr schöne Lovestory, die zwar stets fühlbar ist, aber sich nie in den Vordergrund drängt. Von Kitsch kann man hier auf keinen Fall reden, was ich als eine angenehme, erfrischende Abwechslung empfunden habe. Es geht halt doch, auch ohne triefende Szenen!

„Damian“ lässt sich insgesamt prima flüssig lesen. Die Passagen mit Lara sind modern, abwechslungsreich und auch unterhaltsam geschrieben und die Dialoge lockern zusätzlich auf. Die Kapitel bei den Engeln, den Dämonen und in der Hölle dagegen habe ich automatisch langsamer gelesen, da man Dialoge hier eher selten findet und die Passagen mehr beschreibenden oder erklärenden Charakter haben.

Wie schon gesagt war es das Cover, das mich von ersten Ansehen an begeistert hat. Das Nachtblau gibt dem Cover eine angemessen düstere Optik, die Silhouette von Berlin mal deutlich, welche Stadt die „Stadt der gefallenen Engel“ ist und die schwarzen Wesen, die eines der berliner Wahrzeichen umkreisen runden das Bild schließlich ab. Der Hingucker schlechthin ist allerdings zweifellos der glänzend blau geprägte Name „Damian“ und die stilisierten Flügel, die von dem Schriftzug ausgehen und so eigentlich schon etwas über Damians wahres Wesen aussagen 😉

Fazit:   In Buch-Form erst die zweite Geschichte aus dem Bereich Engel-Fantasy, die mich überzeugt hat. Ich finde „Damian“ sehr spannend und durch die teilweise ungewöhnlichen Wesen und Schauplätze auch erfrischend anders als die gerade so gängigen Genre-Vertreter. Ich hoffe sehr, dass das Thema „Engel“ nicht so geschröpft wird wie das Thema „Vampire“ und Fantasy-Fans so immer mal wieder solch schöne Geschichten wie „Damian“ zu lesen bekommen.

Vielen Dank an den Arena-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel:  Damian – Die Stadt der gefallenen Engel
Autor: Rainer Wekwerth
Seiten:  418
Verlag: Arena Verlag
ISBN: 978-3-401-06513-7
Preis:  € 16,95

2 Kommentare

1 Ping

  1. Rosalie

    WoW!!!!!!!!
    Ich liebe dieses Buch!!
    Es ist enfach Klasse!!!!!!
    Ich hab schon 3/4 der Buches gelesen und kann das Ende kaum erwarten!!!!

    Ich hoffe das es irgentwann mal verfilmt wird das währe echt super!!!!!!

  2. leserattz

    Hallo! Vielen Dank! Tut mir leider, dass ich mich erst jetzt melde, aber meine andere Seite hat mich in letzter Zeit mächtig auf Trab gehalten. Normalerweise antworte ich flotter. Liebe Grüße, Sandra

  1. Bella`s Wonderworld

    Ein mysteriöser Brief……

    Ich finde deinen Eintrag interessant und habe einen Trackback auf meiner Seite eingebaut :)…

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