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Dez 15

Rezension – Katze küsst Kater – Mein Buch über die Liebe (Daniela Katzenberger)

katze02Daniela Katzenberger macht sich auf die Suche nach dem richtigen Kater fürs Leben. Doch wo lernt man den kennen, wie stellt man fest, ob es auch der Richtige ist, und wie übersteht man den ersten Streit? Daniela plaudert aus dem Nähkästchen und erzählt, wie sie sich aufs erste Date vorbereitet, was zu einer glücklichen Beziehung dazugehört und was passiert, wenn sie ihren neuen Freund ihren Eltern vorstellt. Die Kultblondine spart nicht mit persönlichen Anekdoten, gibt viele Tipps und lässt auch den Leser mitmachen. Ein Buch über die Katze in allen Liebeslagen.

Mancher hat Daniela Katzenberger nicht mal ein Buch zugetraut, nun gibt es tatsächlich bereits der zweite. „Sei schlau, stell dich dumm“ habe ich damals als Hörbuch gehört, „Katze küsst Kater“ wollte ich nun zur Abwechslung lesen.
Wie dem Titel unschwer zu entnehmen, dreht sich in diesem Buch alles um das schier unerschöpfliche Thema Liebe. Natürlich hat dazu auch die Katze eine Meinung. Gebildet aus reichlich Beobachtungen und genauso viel eigener Erfahrung.
Los geht es mit der Klärung der Frage, wieso es so ganz ohne Männer eben doch nicht geht, dann wird die Pirsch nach einem geeigneten Exemplar näher beleuchtet, die Schritte hin zu einer Beziehung erläutert und letztlich geht es von glücklichen Miteinander relativ nahtlos hin zum Schlussmachen. Eben so, wie viele Beziehungen verlaufen. Wer bleibt schon auf ewig mit seiner ersten großen Liebe zusammen? Eben!
Mir hat es Spass gemacht, mich durch Daniele Katzenbergers „Beziehungs-Ratgeber“ zu lesen. Man muss allerdings sagen, dass das Buch in erster Linie aus weiblicher Sicht geschrieben ist. Die Sichtweise der Herren der Schöpfung findet man eher selten. Das hatte ich aber auch so erwartete. Und ab und zu darf man in dieser Hinsicht ja auch mal ignorant sein 😉
Ich schätze, jede Frau, die dieses Buch liest, wird über kurz oder lang sich bzw die eigene Beziehung mit Daniela Katzenberges Ausführungen zu vergleichen. Das bleibt irgendwie gar nicht aus. Auch mir ist es so ergangen und ja: nach Daniela Katzenbergers Ausführungen habe ich / haben wir von Anfang an einiges in den Sand gesetzt. Glücklicherweise in Belangen, die ich nicht sonderlich wichtig finde. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich aus dem Alter raus bin, in dem man die Ratschläge der Katze 1 zu 1 übernehmen sollte / wird. Bei den Tipps werden sich wohl am ehesten weibliche Teenies und junge Fraue in Danielas Alter bedienen. Mir erschien einiges davon doch ganz schön naiv und irgendwie…tussig! Und damit kann ich nun leider mal gar nichts anfangen. Ich lese sowas zwar ab und zu mit Vergnügen, aber von dem, was für mich eine Tussi“ ausmacht, bin ich weit entfernt. Und ich glaube, darüber bin nicht nur ich ganz froh.
Amüsiert habe ich mich trotzdem oft genug beim Lesen. Schon alleine, weil das Buch genauso geschrieben ist, wie Daniela Katzenberger der Schnabel gewachsen ist und in aller Offenheit. Selbst bei delikaten Themen wie Sex, Unterwäsche oder dem ersten Blick in’s Bad des Liebsten. Bei vielen Themen habe ich mich allerdings gefragt, ob die Katze das genauso sieht, wie sie es hier schildert. Wünschenswert wäre es, weil es sie so herrlich normal erscheinen lassen würde. Eben so, dass man sich leicht mit ihr anfreundet und sich mit ihr identifizieren kann. Das fällt sonst ja doch recht schwer. Ich finde sie wirklich sympathisch, finde aber doch, dass sie schon ganz schön künstlich aussieht. Da mag ich es, wenn sie sich so präsentiert, dass man denkt, sie sei gar nicht soviel anders als man selbst. Das gelingt ihr in diesem Buch gut.
Zur Auflockerung findet man im Buch noch zwei Interviews mit Personen, die der Katze nahestehen. Sie geben Auskunft über Daniela und darüber, wie sie zu ihr stehen. Zwei dieser „Psychotests“, die man aus diesen Zeitschriften kennt, die aus mehr Fotos als Text bestehen, gibt es ebenfalls. Und ein kleiner Fototeil ist auch mit dabei.

Wie schon erwähnt, ist das Buch in typischem Katzenberger-Stil geschrieben. So kennt man ihr loses Mundwerk. Bedauerlich, dass man nicht auch noch den Dialekt rauslesen kann. Der hat mir wirklich sehr gefehlt. Vergnüglich ist es trotzdem. Und es liest sich im Nullkommanix. Und weil die Katze den Leser häufig direkt anspricht, fühlt man sich schnell einbezogen. So ein bisschen so wie bei einem typischen Mädels-Läster-Klatsch.

Das Cover zeigt natürlich Daniela Katzenberger. So wie man sie aus dem Fernsehen und den Zeitschriften kennt. Hübsch, typisch Mädchen mit viel Pink und Rosa, und Dank der Blume auch ein wenig romantisch.

Fazit:  Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Es liest sich vergnüglich und ich denke, dass jede Frau sich darin irgendwie ein wenig wiederfinden wird. Sogar die, die eigentlich nicht in’s Tussi-Schema passen. So ganz ernst sollte man Daniela Katzenbergers Tipps allerdings besser nicht nehmen. Zumindest, wenn man dem Teenager-Alter schon ein paar Jährchen entwachsen ist. Ich werde aber das Hörbuch auf jeden Fall auch noch hören. Beim ersten Hörbuch habe ich dank Daniela Katzenbergers Erzählweise und Dialekt wirklich Tränen gelacht. Bei „Katze küsst Kater“ habe ich nur mal geschmunzelt. In Sachen Komik geht da noch mehr, das weiß ich!

Danke an den Lübbe Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Katze küsst Kater – Mein Buch über die Liebe
Autor: Daniela Katzenberger
Seiten: 248
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404607556
Preis: 9,99 (HC)

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