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Sep 20

Rezension – Fear Street – Straße der Albträume (R.L. Stine)

albtraumstrasse„Nein, Shadyside ist keine friedliche Kleinstadt. Hier kann sich schon lange niemand mehr sicher fühlen. Denn über der Stadt lastet ein alter Fluch – der Fluch der Fear Street. Jede Nacht versetzt er die Bewohner in Angst und Schrecken. Schlaflos wälzen sie sich hin und her, werden von düsteren Visionen heimgesucht oder schrecken aus entsetzlichen Albträumen hoch. Und manchmal hält das Grauen sie so fest in seinem Griff, dass sie dem Ruf des Bösen folgen. Dann fängt der wahre Albtraum an.

„Straße der Albträume“ ist ein Doppelband aus der „Fear Street“-Reihe. Er enthält die beiden Geschichten „Die Schlafwandlerin“ und „Der silberne Dolch“.

In „Die Schlafwandlerin“ geht es um Mayra, die es gerade nicht einfach hat. Die alte Dame, die ihr einen Ferienjob gegeben hat, kommt ihr seltsam und auch etwas unheimlich vor. Ist sie etwa eine Hexe? Und ist sie womöglich Schuld daran, dass Mayra seit einiger Zeit schlafwandelt? Dabei wäre sie sogar beinahe im Fear Street See ertrunken. Und ist ihr ihr Freund Walker wirklich treu? Oder sollte sie ihrem Ex nochmal eine Chance geben?
Ich fand die Geschichte soweit ganz spannend. Vor allem, weil man nie wirklich weiß ob hinter all den seltsamen Vorfällen tatsächlich etwas Übersinnliches steckt, oder doch etwas ganz Natürliches und Erklärliches. Außerdem konnte ich Mayras Angst vor dem Schlafwandeln gut nachvollziehen. Schlafwandeln muss schon irgendwie unheimlich sein. Erst recht, wenn man sich dabei in solch gefährliche Situationen bringt. Ich habe wirklich geraume Zeit geknobelt, was da mit und um Mayra herum vor sich gehen könnte, doch auf die Auflösung wäre ich nicht gekommen. Die hat mich wirklich überrascht. Zwar hatte ich schon mal in diese Richtung gedacht, aber mir fehlte dabei das „Warum?“. Hier dreht sich eine Menge um das Thema Hypnose, doch man sollte nicht alles für bare Münze nehmen. So leicht ist es sicher nicht, das Hypnotisieren zu erlernen. Und ich bin mir sicher, dass man sich -wenn man wirklich hypnotisiert wird- auch nicht groß dagegen wehren kann. Aber dafür ist es halt ein Kinder- bzw Jugendbuch, und immerhin bringt Hypnose letztlich die Wahrheit ans Tageslicht. Die war für mich eine echte Überraschung, daher hat sie mir gefallen.

„Der silberne Dolch“ handelt von Ellie, die das Zweite Gesicht hat. Immer wieder hat sie schlimme Visionen und dadurch schon so manchen Freund vergrault. So richtig schlimm wird es aber erst als sie auf einem Spaziergang mit ihrem Hund im Wald eine menschliche Hand findet. Auch diese Geschichte hat mir prima gefallen. Genau wie bei „Die Schlafwandlerin“ tappt man lange im Dunklen, was vor sich gehen könnte. Und auch wenn recht bald ein Verdächtiger auftaucht, so richtig überzeugt war ich davon nie. Das hielt die Spannung hoch. Außerdem hat es mir gefallen, dass hier auch die Hintergründe um den Leichenfund eine recht wichtige Rolle spielen. Das gibt der Handlung eine gewisse Tiefe. Was die Auflösung angeht, so hatte ich zwar bereits man in die Richtung gedacht, aber genau darauf gekommen bin ich dabei nicht. Deshalb war die Auflösung auch hier eine Überraschung für mich.

Wie üblich ist auch dieses Buch sehr kind- bzw jugendgerecht geschrieben. Für den erwachsenen Leser ist es daher eher ein kurzweiliger Snack für zwischendurch. Ich mag das ab und zu sehr gerne. Solche Bücher kann man auch gut mit verschiedenen Ablenkungen um einen herum lesen ohne dass man etwas verpasst oder aus der Handlung fliegt. Das hat durchaus etwas für sich. Für Kinder und Jugendliche ist es ideal geschrieben. Sie werden daran ihre Freude haben, genau wie an jedem anderen Buch von R.L. Stine.

Sieht man davon ab, dass Mayra und Ellie oft durch die Fear Street laufen, so hat das Cover mit den beiden Geschichten weiter nichts zu tun. Mir gefällt es trotzdem, denn die Straße sieht wirklich schön unheimlich aus mit den Lichtern und den Figuren auf den Dachfirsten. So kann man sich gut ein Bild von der Straße machen, die so oft erwähnt wird.

Fazit: Zwei schöne spannende und schaurige Geschichten. Bei beiden kann man gut mitknobeln, was hinter den Vorfällen steckt. Das hat schon etwas von einem Krimi. Beide Auflösungen konnten mich überraschen. Aber es geht natürlich auch etwas unheimlich zu, wenn auch dezenter als bei der „Gänsehaut“-Reihe, wo man es ja oft mit waschechten Geistern zu tun hat. In Summer also ein empfehlenswerter Doppelband!


Titel: Fear Street Doppelband – Straße der Albträume
Autor: R.L. Stine
Seiten: 299
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785557808
Preis: ab € 4,95 (TB)

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