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Okt 02

Rezension – Scary Harry – Fledermaus frei Haus (Sonja Kaiblinger)

Scary Harry - Fledermaus frei HausEigentlich hat Otto sich einen Hund gewünscht, doch stattdessen findet er in seiner Weihnachtssocke eine Fledermaus namens Vincent. Die kann nicht nur sprechen, sondern schimpft außerdem wie ein Rohrspatz! Otto weiß nicht so recht, was er von seinem neuen Mitbewohner halten soll. Doch schon bald erweist sich Vincent als ausgesprochen nützlich.

Scary Harry, seinen Freund Otto, Fledermaus Vincent und die drei Hausgeister habe ich mit den Hörbüchern zu dieser Reihe kennengelernt. Doch zu diesem Schnäppchenpreis konnte ich mir das Büchlein einfach nicht entgehen lassen. Ich mag die lustig-unheimliche Runde um Otto total gerne.
Entsprechend kannte ich die Figuren natürlich bereits. Ich denke aber, mit diesem kleinen Prequel zur Reihe können auch Neulinge leicht einsteigen. Zu Beginn trifft man nämlich erst einmal Otto und erfährt, wo er mit wem lebt und wie es dazu gekommen ist. So ist man schnell über ihn und die Villa samt Geistern im Bilde. Und auch Harry hat bald seinen ersten Auftritt, wobei man alles Nötige über ihn erfährt. Damit hat man als Einsteiger alles nötige Rüstzeug an der Hand.
Eines ist aber für jeden neu, ganz gleich ob Fan oder Neuling: die Antwort auf die Frage, wie Otto zu seiner vorlauten Fledermaus Vincent kam.
Genau diese Frage wird in der Geschichte beantwortet. Sie beginnt zunächst schön winterlich-vorweihnachtlich mit Schneemannbauen, einer Bescherung mit den Hausgeistern und der Spannung vor der Weihnachtsnacht. Selbst ich, die zumindest für den Winter und Schnee gar nichts übrig hat, fand das so wunderschön. Wenn auch natürlich etwas Seltsam mit schimmeligem Joghurt als Weihnachtsgeschenk oder zwei verschiedenfarbigen Socken.
Spannend wird es zum ersten Mal als Otto dann Vincent in seiner Weihnachtssocke findet. Denn zunächst hört er lediglich seltsame Geräusche im Haus, denen er nachgeht. Alleine das ist schon angenehm kribbelig spannend bis kindgerecht schaurig. Doch Auge in Auge mit der sprechenden Socke, ist das nochmal etwas ganz anderes. Zum Glück ist Vincent immer für einen Spass und große Sprüche zu haben und so gibt es schon bald etwas zum Lachen, was die Situation wieder entspannt. Es ist und bleibt eben eine Kindergeschichte. Da muss niemand schlechte Träume befürchten.
Das zweite Mal kommt Spannung in die Geschichte als zwei Einbrecher in die Villa eindringen. Da habe ich wirklich um Otto und seine Freunde gezittert, denn diese Sache ich mal richtig gefährlich für die Bewohner der Villa, ganz gleich ob Mensch oder Geist. Allerdings habe ich auch Ottos Mut bewundert. Der Kleine hat Mumm in den Knochen, das muss man ihn lassen.
Und so setzen er und seine Freunde sich gegen die Eindringlinge zur Wehr, was für einige rasante Szenen sorgt. Im Finale der Geschichte steckt eine Menge Tempo und es geht turbulent und spaßig zu.
Am Ende ist einem dann glasklar, wieso Otto Vincent trotz all seiner Frechheit niemals hergegeben hat

Mit 89 Seiten ist das Büchlein eine schöne Lektüre für einen Abend. Junge Leser werden vielleicht einen oder zwei Tage mehr dafür brauchen. Für mich hat es sich weggelesen wie nichts, so schön locker und leicht und amüsant wie es geschrieben ist. Eine ganze Menge schöner und witziger Illustrationen lockern zusätzlich auf und vermitteln einem ein Bild von einigen Szenen. Am goldigsten fand ich immer Vincent. Ihn trifft man auf jeder Seite an. In der hinteren Klappe des Buchs verbirgt sich ein Lesezeichen, doch dafür müsste man das Cover zerschneiden. Das bringe ich nicht übers Herz.

Auf dem Cover stehen Harry, Otto und natürlich Vincent im Mittelpunkt. Über Vincents verdutzt-entgeisterten Gesichtsausdruck muss ich jedes Mal schmunzeln, wenn ich das Buch. So grün beschleift dazusitzen, das ist für eine Halbgeisterfledermaus aber sicher auch eine echte Strafe.

Fazit:  Für „Scary Harry“-Fans ist dieses Prequel eine spannender und witzige Geschichte mit ein wenig winterlich-weihnachtlichem Flair. Doch auch Neulinge können hier unbesorgt zugreifen. Sie werden sich schnell bei Harry und Otto zurechtfinden, zumal es zu Beginn eine kleine Einführung in das „Scary Harry“-Universum gibt. Eine Empfehlung also für alle, die Spass an einer etwas anderen Weihnachtsgeschichte haben.


Titel: Scary Harry – Fledermaus frei Haus
Autor: Sonja Kaiblinger
Seiten: 80
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785580929
Preis: € 2,95 (Broschiert)

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