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Jan 14

Rezension – Ein Hund namens Hausschuh – Eine Feriengeschichte (Wolfram Hänel, Ulrike Gerold)

Ein Hund namens Hausschuh - Feriengeschichten (Wolfram Hänel)Der kleine Hund Hausschuh fährt mit seiner Familie in die Ferien. Ein aufregendes Abenteuer beginnt, schließlich kennt er weder Hotels noch Meer und Strand. Und natürlich weiß er auch nicht, wie man sich an solchen Orten als Hund benimmt. Ungewollt zettelt Hausschuh eine Katastrophe nach der anderen an und kann gar nicht verstehen, warum sich niemand außer ihm zu erholen scheint. Denn dafür sind Ferien doch da, oder?

Ich liebe Tiere und bin Tiergeschichten deshalb ziemlich verfallen. So konnte ich bei diesem niedlichen Cover und dem witzigen Namen des Hundes einfach nicht widerstehen.
Hausschuh verreist mit seinen Menschen ans Meer. Und weil ein kleiner Hund die Welt nun einmal anders sieht als die Menschen, sorgt er bald für eine ganze Menge Chaos. Mir hat Hausschuhs Sicht auf die Welt prima gefallen. Die Autoren fangen den Blickwinkel eines Hundes gut ein. So kann man Hausschuh nur allzu gut verstehen, wenn er mal wieder etwas überhaupt nicht versteht und Probleme auf seine ganz eigene Art löst.
Das ist spaßig und auch ein wenig spannend. Ich war immer neugierig, was der Familie und Hausschuh als nächstes passieren würde.
Trotz allem Chaos kommt dabei bald eine schöne Urlaubsstimmung auf. Es dauerte gar nicht lange, dann wünschte ich mich bereits ebenfalls in einen Sommerurlaub am Meer. Der Strand, das Meer, der Wind, einfach schön! Da muss ich Hausschuh recht geben. Daher kann ich mir das Buch als wirklich tolle Urlaubslektüre für junge Leser vorstellen, die im Strandkorb etwas zum Schmökern haben möchten. Wie man an mir sieht, kann das Buch aber auch älteren Lesern Spass machen. Vorausgesetzt, sie kommen mit Kindebüchern klar und lieben Tiere bzw Hunde.
Hausschuhs Familie ist wohl die berühmte Geschmackssache. Ich habe mich mit ihnen etwas schwer getan. Die Tochter jammert die ganze Zeit nur wegen im Bodyboard herum und der kleine Sohn müffelt alle naselang ziemlich streng oder heult. Fröhlichen Urlaub! Dagegen erfährt man über die Eltern vergleichsweise wenig. Sie bleiben ziemlich blass in der Geschichte. Lediglich der Opa hat mir wirklich gefallen. Er hat die Ruhe weg und wenn es brenzlig wird, schnappt er sich Hausschuh und dreht mit ihm eine Runde. Er ist einfach eine schön gemütliche Figur und ein Opa, wie man es sich wünscht.

Das Buch liest sich für einen erwachsenen Leser weg wie nichts. Hausschuh erzählt locker und lustig in einfacher Sprache, sodass auch junge Leser damit keine Probleme haben werden. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schrift schön groß. Für mich war das Buch ein schönes Häppchen an einem Abend. Kinder werden damit aber bestimmt etwas länger geschäftigt sein.

Ich finde Hausschuh wirklich goldig! Außerdem sieht er ganz schön frech aus. So hatte mich das Cover schnell am Haken. Mit dem Strand, dem blauen Himmel und dem Strandspielzeug wird das Motiv auch dem Thema Urlaub gerecht. Ich finde, das Buch sieht einfach rundum nach der idealen Strandlektüre für Kids aus.

Fazit:  Mir haben Hausschuhs Abenteuer am Meer viel Spass gemacht. Es fällt leicht, sich auf Hausschuhs Blickwinkel auf die Welt einzulassen. Lediglich die Familie war nicht so ganz mein Fall, aber im Wesentlichen geht es hier ja schließlich um den frechen, kleinen Hund. Daher hat es mich nicht so richtig gestört. Eine schöne Strandlektüre für jüngere (und tierliebe ältere) Leser.


Titel: Ein Hund namens Hausschuh – Eine Feriengeschichte
Autor: Wolfram Hänel, Ulrike Gerold
Seiten: 128
Verlag: Lübbe Verlag / Baumhaus
ISBN: 978-3843210744
Preis: € 6,99 (TB)

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