Jan 26 2015

Rezension – The Wall (04) – Ein Licht in tiefer Nacht

thewall04Während der eine Teil der Gruppe versucht, die Schläfer zu bergen, brechen Jack Dary und Jonas Strokkursson unter Tyrells Leitung zu einer gefährlichen Expedition auf. Ihr Ziel: den mysteriösen Forschungskomplex ausfindig zu machen, den sie auf den Computermonitoren gesehen haben. Hier, so hoffen die Männer, werden sie endlich Antworten auf die Fragen nach dem Sinn ihres Martyriums sowie den Erbauern der Wand erhalten. Doch was sie finden, sprengt ihre wildesten Vorstellungen. Tief unterhalb des Plateaus lauert ein uraltes Wesen, das danach trachtet, sie alle zu vernichten.

Am Ende des dritten Teils war Abby verschwunden. Somit dreht sich in Teil vier zunächst alles darum, das kleine Mädchen und Kaisa, die sie begleitet, wiederzufinden. Die Suche bringt neue Gefahren mit sich, denen sich die Gruppe stellen muss. Doch auch die Frage, was eigentlich mit Abby nicht stimmt, sorgt für Spannung. Es scheint etwas Besonderes an diesem Kind zu sein. Nur was? Jedenfalls sorgt es für weitere Reibereien innerhalb der Gruppe, dass Kaisa mit ihr unterwegs ist. Speziell Abby Vater Letho ist außer sich darüber, dass seine Tochter „entführt“ wurde. Aber ist sie das tatsächlich? Und woher kommt plötzlich dieser neue, andere Letho?
Ich mochte den vernünftigen, ruhigen Mann bislang wirklich gerne, doch als es seiner Tochter scheinbar an den Kragen geht, offenbart er eine neue Seite, die mir widerum gar nicht gefiel. Wie es aussieht, ist er eben doch nicht der Heilige, als den er sich bisher immer verkauft hat. Dieser Erkenntnis von Adriana musste ich voll und ganz zustimmen. Und wenn eine einst stabile Säule innerhalb eine Gruppe plötzlich ins Wanken gerät, dann wird es gefährlich. Für alle.
Nach der ziemlich ungeheuerlichen Entdeckung in Band 3 will die Gruppe nun den Forschungskomplex suchen, auf die sie Hinweise gefunden haben. Damit verläuft die Geschichte wieder in Bahnen, die ich nur allzu gerne verfolge. Ich war wirklich sehr neugierig und gespannt, was sie in der Forschungsstation herausfinden würden.
Es ist spürbar, dass die Reihe sich auf ihrer Zielgeraden befindet. Man erhält hier erstmals sehr handfeste Informationen darüber, was in der Wand vor sich geht. Natürlich ergeben sie noch nicht allzu viel Sinn, aber mit vielen Begriffen kann man eben doch einiges anfangen und sich langsam ein erstes Bild zusammenzimmern. Ob es Rettung für die Truppe geben wird, wird dabei natürlich noch nicht klar. Somit bleibt ausreichend Spannung erhalten. Und auch wenn sie sich zum ersten Mal vorstellen können, wie eine Rettung aussehen könnte, müssen dafür noch weitere Gefahren gemeistert werden. Außerdem, wird diese Idee dann tatsächlich die Rettung bringen?
Das Ende ist einmal mehr ganz fies. Doch zum Glück war ich sowieso etwas im Verzug mit dem Lesen, so dass ich mir bereits Teil 5 kaufen konnte 😉

Ich war noch etwas besorgt, ob dies wieder ein Teil in einem unpassenden Schreibstil sein würde (Teil 2 hängt mir in der Hinsicht immer noch nach), aber die Sorge stellte sich als unbegründet heraus. „Ein Licht in tiefer Nacht“ ist wieder ein Teil, der sich sehr angenehm und leicht lesen lässt. Es ist eben kein Widerspruch, wenn eine spannende Geschichte locker geschrieben ist.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal nicht ganz so gut wie das des Vorgängers. Aber natürlich gibt die seltsame Tür weiter Rätsel auf. Und sind das Sprünge im Glas? Oder Kratzer? Wenn es Kratzer sind, welche Kreatur ist dann dafür verantwortlich? Es macht also auf jeden Fall neugierig.

Fazit: Man merkt Teil 4 an, dass die Reihe sich auf der Zielgeraden befindet. Mit den Entdeckungen hier kann man sich ein erstes grobes Bild davon machen, was in der Wand vor sich geht bzw was hinter den Vorgängen dort steckt. Des Rätsels Lösung wird einem aber natürlich noch nicht präsentiert und so bleibt es weiter spannend.


Titel: The Wall (04) – Ein Licht in dunkler Nacht
Autor: wird noch bekannt gegeben
Format: Kindle Edition
ASIN: B00PJ8HET8
Preis: 1,49

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