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Sep 14

Rezension – Giant George – Unser Leben mit dem größten Hund der Welt (Dave Nasser / Lynne Barrett-Lee)

giantgeorgeEr ist wasserscheu, fürchtet sich vor kleinen Hunden und ist nicht gern allein. George, der größte Hund aller Zeiten, ist seit sechs Jahren der dicke Hund im Leben von Dave und Christie Nasser. Mit einer Kopfhöhe von 1,50 und einer Länge von mehr als 2 Metern ist er ein Superstar mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, einem Auftritt bei Oprah Winfrey und einem eigenen internationalen Fanclub auf Facebook. Dabei ist er immer noch sanft, verspielt und albern wie ein Welpe. Und für Dave und Christie ist er ohnehin der Größte. Hier ist ihre wunderbare, rührende Geschichte.

Es ist schon geraume Zeit her, da habe ich mal eine Reportage über Giant George im Fernsehen gesehen. Ich fand diesen riesigen Hund auf Anhieb richtg toll. Deshalb habe ich mir auch direkt dieses Buch geholt als ich es entdeckte.
Doch auch wenn George mittlerweile ein Star auf vier Pfoten ist, so beginnt dieses Buch komplett ohne ihn. Zunächst schildert Dave Nasser wie der Gedanke an einen Hund so langsam Gestalt annahm. Wie es vor solch einer Anschaffung sein sollte, müssen dafür Für und Wider abgewogen werden. Ich fand es schön zu lesen, dass er und seine Frau sich nicht Hals über Kopf entschieden haben. Das ist ein gutes Beispiel für Leser, die eventuell ebenfalls mit dem Gedanken spielen.
Dann endlich zieht George ein, ein süßer kleiner Doggenwelpe, der sicher einmal groß werden wird. Doch dann wächst George immer weiter und weiter. Doch auch wenn Dave und seine Frau mit einigen Sorgen, Ängsten und Vorbehalten dabei zusehen, so liebe sie ihren großen Kleinen sehr. Das hört man stets heraus. Dass man sich Gedanken macht, wenn sich der Hundewelpe ganz anders entwickelt als man dachte, das finde ich ganz normal. Überhaupt fand ich es gut, dass Dave und seine Frau wie ganz normale Hundehalter wirken, die zB nicht gleich den Profit darin sehen, sondern einfach versuchen, sich mit der Situation zu arrangieren. Mir hat es sehr viel Spass gemacht, darüber zu lesen. George ist zwar schon in jungem Alter sehr groß, aber er ist eben doch ein Welpe. Die stellen halt oft was an, sind abenteuerlustig und halten ihre Menschen auf Trab. Das gilt auch für den Riesen George, den ich schlicht und einfach süß fand.
Eines abends wird in geselliger Runde die Idee geboren, George als größten Hund der Welt beim „Guinessbuch der Rekorde“ anzumelden. Das stelt sich als komplizierter heraus als gedacht! Ich fand es ganz spannend und interessant darüber zu lesen. Gleichzeitig unternimmt man mit George erste Schritte in Richtung Internet, wo man Fans gewinnen möchte, die das Unternehmen unterstützen. So langsam wird der liebenswerte Riese immer bekannter und beliebter. Das ist schon irgendwo ganz schön verrückt, aber eben auch richtig toll. Fand ich jedenfalls. Nach und nach wird George immer prominenter, wird in Schulen und TV-Shows eingeladen und bleibt doch stets der Familienhund, als der er bisher gelebt hat. Starallüren sind ihm fremd, und zum Glück kommen auch seine Herrchen niemals auf die Idee, etwas von ihm zu verlangen, das gegen seine Natur und sein Wesen geht bzw womit er nicht ohne Probleme zurechtkommen würde.Stattdessen sehmen sie so manches für ihn in Kauf. Beispielsweise als sie ihm ihr Luxusbett und der Hotelsuite überlassen, weil er nun mal nicht bequem auf zwei einfach Matratzen liegen kann. Ich habe sehr darüber gelacht, und weiß genau, dass ich es genauso gemacht hätte.
2013 ist George leider gestorben. Ich habe das Buch fast ein Jahr nach seinem Tod gelesen und empfinde es als eine gelungene Hommage an dieses besondere Tier, dass trotz aller Berühmtheit immer ein ganz normale Hund blieb und bleiben durfte. Ein Blick auf seine Facebookseite, die im Buch mehrfach erwähnt wird, lohnt aber auch nach Georges Tod noch. Dort kann man sehr schöne Hundebilder anschauen, es wird für Wohltätigkeitskampagnen für Hunde geworben und Filme von heldenhaften Hunden gezeigt.

Für jeden, der Hunde liebt und über Geschichten um Hunde lachen kann, fliegen die Seiten dieses Buchs nur so dahin. Es ist gleichermaßen spaßig, spannend und interessant geschrieben, sodass man nur schwer mal ein Pause einlegen kann. Die Kapitel sind vergleichsweise lang, was mir aber bei Lesen gar nicht so vorkam. Außerdem kommt man so mit jedem Kapitel ein gutes Stück voran, und das ist schließlich auch toll!

Mit dem gelben Cover ist das Buch schön auffällig. George selber ist einfach nur super süß und goldig wie er da liegt. Und dann dieser Hundeblick! Man möchte ihn einfach sofort ausgeibig knuddeln.

Fazit:  George war ein ganz besonderer Hund. Wie es dazu kam, das kann man in diesem Buch auf vergnügliche Art und Weise nachlesen. Ich empfehle es jedem Hundefreund, der bei einem Buch gerne auch mal lacht.


Titel: Giant George – Unser Leben mit dem größten Hund der Welt
Autor: Dave Nasser, Lynne Barrett-Lee
Seiten: 237
Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3863650902
Preis: € 8,99 (Broschiert)

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