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Sep 15

[Testbericht] Rainbow Loom Original vs Fake

Seit einiger Zeit sind diese Armbänder, die aus bunten Gummiringen gewebt werden, schwer angesagt.
An mir ist dieser Trend lange Zeit vorbeigegangen, aber dann hat es mich doch gepackt.
Ich habe mir probeweise zwei Beutel günstige Bänder mitgenommen und damit mein erstes Armband gebastelt. Noch ohne einen Rahmen, sondern nur mit zwei Stiften. Das machte so viel Spass und sah so gut aus, dass ich mir letztlich auf Ebay ein Starterset gekauft habe um auch aufwendigere Bänder herstellen zu können.

Allerdings nicht das Original, sondern von einem Billigheimer.

Warum ich nicht das Original gekauft habe, obwohl doch von den Verfechtern des Originals überall behauptet wird, nur diese Bänder und dieses Zubehör tauge etwas? Ganz einfach: diese Bänder sind ein Trend, der -genau wie so viele Trends- irgendwann von einem anderen abeglöst werden wird. Dann fliegen die Bänder herum oder in den Müll. Deshalb war ich nicht bereit, runde € 20,00 für das Original Set zu zahlen und je Beutel Gummiringe zwischen € 2,99 und € 4,99.

Dies war mein erstes Starterset

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rahmen1

Dieser Rahmen gehörte zu dem Set, außerdem eine von den abgebildeten Nadeln. Die sind allerdings in jedem Beutel Gummiringe enthalten, deshalb habe ich schon eine ganz ordentliche Sammlung 😉 Gummiringe waren natürlich ebenfalls dabei.

Mit diesem Rahmen und diesem Set habe ich die ersten aufwendigeren Bänder erstellt.

An den Bändern gab es dabei gar nichts auszusetzen

  • leuchtende Farben, die nicht abnutzten
  • geruchlos (vielen günstigen Sorten wird ein unangenehmer Geruch nach gesagt)
  • sehr halt- und dehnbar. Mir sind lediglich zwei Bänder gerissen. Allerdings nachdem ich sie mehr als zehnmal benutzt hatte, weil das Band einfach nicht gelingen wollte. Nach so häufigem Dehnen ist es für mich weder verwunderlich, noch dramatisch, wenn ein Band reißt. Im Verhältnis zu allen verarbeiteten Bändern sind zwei gerissene Bänder ein Witz.
  • die mitgelieferten S-Verschlüsse halten die Bänder sicher verschlossen, auch wenn den ganzen Tag ein Pulliärmel darüber reibt

Die Nadeln sind dünn und aus Plastik. Beim Loomen (so nennt man das verweben der Bänder auf dem Rahmen) biegen sie sich mitunter durch. Gebrochen ist aber keine einzige bisher! Somit war ich zufrieden mit den Nadeln.

Dafür gibt es für den Rahmen mehrere dicke Minuspunkte

  • bereits beim ersten Umstecken der Stege brach einer der Pinöckel ab, damit hatte ich nur noch drei Stege, was den Rahmen wackelig machte
  • nach etwa fünf Bändern hielten die drei Pinreihen nur noch schlecht in den Stegen
  • die oberen Ränder waren ziemlich scharfkantig, sodass mir schnell die Fingernagelbetten weh taten und leicht aufgekratzt waren

Es war dann auch der Rahmen, weshalb ich mich nach rund 14 Tagen doch für ein Original Set entschieden habe. Außerdem war ich nun sicher, dass ich dem Hobby eine Weile lang treu bleiben würde. Somit konnte sich das Original Set nur auszahlen.

 

set

set1

So sehen der Webrahmen und die Nadel des Original Sets aus.
Es stimmt, es ist nicht mal ansatzweise ein Vergleich zu den günstigen Rahmen und Nadeln.
Die Nadelspitze ist aus Metall, der Griff aus stabilem Plastik. Da biegt sich nichts durch!
Der Rahmen ist super stabil, die Pinspitzen scheuern nicht und die drei Pinreihen sitzen bombig fest in den Stegen.
Die mitgelieferten Bänder fühlen sich zwar stabiler an als viele der günstigen Bänder, aber da ich mit den günstigen zufrieden war und bin, werde ich bei den Ringen nicht auf das Original umsatteln.

Inzwischen habe diese Sorten an günstigen Bändern ausprobiert (eine größere Ansicht und Infos findet man mit einem Klick auf die Bilder)

Mittlerweile habe ich eine ganze Papprolle voll Armbänder hergestellt. Nur eines davon mit den Original Gummiringen, alle anderen sind mit den günstigen Bändern gebastelt worden.

rolle

Auch hier vergrößert ein Klick die Bilder

 

Empfehlenswerte youtube-Kanäle mit Anleitungen

Und das Tollste an diesen Armbändern ist, dass ich sie problemlos tragen kann ohne dass meine Haut darauf reagiert. Da bin ich sonst sehr empfindlich. Ich habe schon teure Uhren mit Kunststoffarmbändern gehabt (wo man ja echt denken sollte, dass es keine Hautreaktionen geben wird) und schon am ersten Tag hat es darunter gejuckt, die Haut hat geschwitzt, Pickelchen bildeten sich, es war einfach nur übel. Ich muss ehrlich sagen, dass ich damit auch bei diesen Armbändern gerechnet habe. Aber nichts! Gar nichts, nicht ein bisschen!

FazitFake muss nicht immer schlecht sein!
Für den stabilen Rahmen und die ebenso stabile Nadel lohnt sich das Original Starterset defintiv! Bei den Bändern bleibe ich den günstigen Bändern treu, zumal ich mit noch keiner günstigen Sorte wirklich schlechte Erfahrungen gemacht habe. Auch diese Bänder sind stabil, farbenfroh und lassen sich problemlos verarbeiten. Eine Sorte riecht nach dem Öffnen der Tüte schueßlich, doch das verfliegt zum Glück. Keine einzige Sorte hat bisher allergische Hautreaktionen hervorgerufen, was für die ein dickes, dickes Plus ist.

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